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20.5.2019: Buch zur Ringvorlesung erschienen: Gesundheit - das höchste Gut? Anfragen aus Theologie, Philosophie und Pflegewissenschaft. Erschienen im Herder Verlag

Ringvorlesungen gehören zu den regelmäßigen Angeboten der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV). So haben wir auch im Studienjahr 2017/2018 eine Vorlesungsreihe angeboten zum Themenfeld "Heil und Heilung". Dazu ist nun der Sammelband unter dem Titel "Gesundheit - das höchste Gut" im Herder-Verlag erschienen.

 

Mein Beitrag in diesem Buch setzt sich mit Heilsansprüchen der Pflege als Heilberuf vor dem Hintergrund des Unheils von knappen Rahmenbedingungen und problematischen Ausstattungen in der beruflichen Pflege von heute auseinander. Eine zentrale Frage lautet: Wie ist Heilung unter unheilen Bedingungen möglich?

 

Eine Leseprobe kann hier eingesehen werden und macht hoffentlich Lust auf mehr.

Der Beitrag kann weiterhin auf Domradio.de gehört werden.

 

Viele Kolleginnen und Kollegen aus der Universität in Vallendar haben Beiträge aus ihren jeweiligen Disziplinen beigesteuert. So finden sich Beiträge von Heike Baranzke, Hermann Brandenburg, Nils Fischer, Margareta Gruber, Manfred Hülsken-Giesler, Franziskus von Heereman, Helen Kohlen, Doris Nauer, Sabine Nover, Ingo Proft, Paul Rheinbay, Wolfgang Reuter, Alban Rüttenauer, Sonja Sailer-Pfister, Erika Sirsch und  Holger Zaborowski in dem lesenswerten Band.

 

Hier erfahren Sie mehr und können das Buch auch bestellen.

 

 

08.5.2019: Junge Pflege Kongress Nordwest 2019 in Bochum: Mehr als 2.700 Teilnehmer!!!

Das hat wieder Spaß gemacht! Wer sagt, dass der Pflegeberuf für junge Menschen nicht attraktiv sei? Wow, mehr als 2.700 von ihnen zusammen auf einem Kongress, dass ist pure Energy für die Zukunft! Ich war dabei und durfte einen Vortrag zum Thema "Pflege und Digitalisierung" halten (Präsentation siehe unten). Meine Hauptbotschaft an die jungen Kolleginnen und Kollege war eindeutig: "Ihr habt euch für einen der schönsten und wichtigsten Berufe der Welt entschieden! Kümmert euch um ihn und organisiert euch!"

 

Zur Digitalisierung habe ich auf den Zusammenhang zur Professionalisierung der Pflege verwiesen. Digitalisierung in der Pflege ist nur gut, wenn sie zugleich auch die Professionalisierung des Berufes befördert bzw. wenn sie sich nicht gegen diese richtet. Dazu habe ich auch einige Beispiele gebracht. Und ich habe alle beruhigt, dass sich keiner Sorgen machen muss, dass demnächst die Roboter die Arbeit machen. Da halte ich es mit Richard David Precht, der deutlich gemacht hat, dass gerade soziale Berufe, bei denen Empathie im Mittelpunkt steht, technisch nich zu ersetzen sind.

 

In etlichen Projekten haben wir im DIP und in der PTHV den Zusammenhang neuer Technologien und der Pflege untersucht und Erfahrungen zusammengetragen. Mehr finden Sie auf den entsprechenden Internetseiten!

Präsentation zum Vortrag "Pflege und Digitalisierung - Update und Check" am 8.5.2019 auf dem JPKNW19 in Bochum
JPKNW-2019_Weidner_Digitalisierung_19050[...]
PDF-Dokument [2.3 MB]

13.2.2019: Die Pflegelehrerinnen und - lehrer kommen - Besuch beim Studienseminar in Neuwied

Das hat Spaß gemacht und war überaus interessant! Mein Besuch beim Studienseminar Lehramt an berufsbildenden Schulen für die Fachrichtung Pflege/Pflegewissenschaft in Neuwied. Gemeinsam mit meiner Kollegin Dorothee Spürk (mittig im Bild mit Schaltuch neben mir), die in Vallendar im Lehrgebiet Pflegedidaktik lehrt, sind wir auf unsere ehemaligen Studierenden gestoßen. Alle bereiten sich nun im Referendariat auf den Schuldienst vor. Für einige beginnt dieser bereits ab Mai 2019. Thomas Kratz (2. von rechts im Bild) hat uns als Seminarleiter eingeladen und wieder einmal alles perfekt und sehr warmherzig vorbereitet. Diese Kooperation ist ein Genuss!

Mit den ReferendarInnen haben wir über Stärken und Entwicklungspotenziale im Studium gesprochen, also über das, was wir belassen und ggf. ausbauen sollten und das, was noch besser laufen könnte. Am Ende haben sie ihre Wünsche an das Hibiskus-Hochstämmchen, das im Bild vor mir steht, gebunden und uns mit auf den Weg gegeben. Es war ein toller Tag und hat noch einmal verdeutlicht, wie wichtig diese Arbeit ist. Wir haben auch noch einmal daran erinnert, dass wir 2010 mit den Vorüberlegungen zu den Lehramtsstudiengängen begonnen haben. Thomas Kratz war auch von Anfang an dabei. Seit dem Wintersemester 2012/2013 werden nun Pflegelehrerinnen und -lehrer in Vallendar gemeinsam mit der Universität Koblenz-Landau im Studium auf ihren Einsatz in den berufsbildenden Schulen des Landes vorbereitet. Bereits mehr als 150 Lehramtsstudierende haben sich bei uns eingeschrieben. Am 5.4. gibt es wieder einen Studieninformationstag in Vallendar (www.pthv.de), an dem wir u.a. auch über die Lehramtsstudiengänge informieren. (Bild: Quelle PTHV) 

04.02.2019: DAK im Dialog in Mainz - Lebenswelt Demenz

Die DAK in Rheinland-Pfalz hat ihren diesjährigen DAK-Dialog dem Thema "Lebenswelt Demenz" gewidmet. Rund 100 interessierte Fachleute kamen zu der Veranstaltung ins Landesmuseum Mainz. Nach der Begrüßung durch den Leiter der DAK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz, Herrn Michael Hübner, führte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in das Thema ein. Sie stellte verschiedene Projekte und Initiativen der Landespolitik zur Demenz vor. Anschließend gab Prof. Dr. Andreas Fellgiebel Einblicke in die aktuelle medizinische Forschung zur Demenz und stellte ein neues Projekt vor, das im Rahmen des Innovationsfonds gefördert wird.

Ich habe dann über das Thema Entlastung und Unterstützung bei Demenz mit Blick auf pflegende Angehörige referiert und u.a. die Ergebnisse unseres Projektes "EDe - Entlastungsprogramm bei Demenz" vorgestellt. Anschließend gab es noch eine lebhafte Podiumsdiskussion. (Foto: DAK: v.l.n.r.: Michael Hübner (DAK), Prof. Dr. Frank Weidner (PTHV, DIP); Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Prof. Dr. Andreas Fellgiebel (ZgPA Alzey), Tim Lauth (Moderation)  

10.01.2019: Community Health Nursing jetzt auch in Deutschland - Studiengangsprojekt ist gestartet

Die Gesundheitsversorung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen und es braucht neue Konzepte, um sie zu bewältigen. Eine Antwort auf die drängenden Zukunftsfragen könnte die Einführung eines neuen pflegerischen Berufsbilds in der Primärversorgung sein. Hierzuland ist die erste Anlaufstelle bei Gesundheitsproblemen bislang die Hausärztin oder der Hausarzt, von denen es allerdings in immer mehr Regionen immer weniger gibt. Community Health Nursing (CHN; primäre Gesundheitspflege) setzt hier an mit eigens qualifizierten Pflegefachkräften, die einerseits in enger Kooperation mit Ärzten und anderen Gesundheitsfachberufen spezielle Aufgaben in der häuslichen Patientenversorgung und andererseits Aufgaben der öffentlichen Gesundheits- und Daseinsvorsorge in den Kommunen übernehmen können. International sind die Dienste häufig in öffentlichen Gesundheitszentren angesiedelt.

 

Um hier einen entscheidenden Schritt voranzukommen, fördert die Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit der Agnes-Karll-Gesellschaft für Gesundheitsbildung und Pflegeforschung drei Hochschulstandorte in Deutschland, um Studiengänge für Community Health Nursing zu entwickeln und zu implementieren. Einer der drei Standorte ist die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar mit ihrer Pflegewissenschaftlichen Fakultät. Ich habe die schöne Aufgabe gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und MItarbeitern in Vallendar und im Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln bis zum Wintersemester 2020 diesen Studiengang zu entwickeln. Die beiden weiteren Hochschulstandorte, mit denen wir zusammenwirken, sind die Private Universität Witten/Herdecke sowie die Katholische Stiftungshochschule München.

 

Am 9. und 10. Januar 2019 hat in Berlin das Kick-Off zu den Studiengangsentwicklungen stattgefunden. Unter anderem haben wir uns über internationale Ansätze und die Überlegungen in den beteiligten Hochschulen und Stiftungen ausgetauscht. Im April steht eine Studienreise nach Finnland an, um uns dort über die Entwicklungen im Gesundheitswesen zu informieren.

 

(Bild: DBfK; v.l.n.r. Louise Baker-Schuster, RBS, Prof. Dr. Bernd Reuschenbach, Kath. Stiftungshochschule München, Prof. Dr. Frank Weidner, Manuela Völkel, Maria Peters (alle PTHV), Susanne Adjei und Frank Marks und im Vordergrund Andrea Weskamm (alle Agnes-Karll-Gesellschaft)

26.11.2018: Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative Rheinland-Pfalz veröffentlicht und diskutiert

Das Land Rheinland-Pfalz hat mich und mein Team vor gut eineinhalb Jahren beauftragt, die Entwicklung der Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative Pflege 2.0 (FQI Pflege 2.0) wissenschaftlich zu begleiten. In insgesamt sieben ganztägigen Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern von rund 30 Organisationen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen im Lande wurden Vereinbarungen in fünf Handlungsfeldern getroffen. Diese sollen und bis zum Jahr 2022 umgesetzt werden. Das Ziel ist es, die prognostizierte Fachkräftelücke in der Pflege weiter zu schließen.

Am 26.11. wurden die Vereinbarungen der FQI Pflege 2.0 öffentlich unterzeichnet und am Abend diskutiert. Ich hatte die schöne Aufgabe, die Podiumsdiskussion mit Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Vertretern von Organisationen aus Rheinland-Pfalz zu moderieren.

 

Podiumsdiskussion zur FQI Pflege 2.0 (v.l.n.r.: Dieter Hewener, PflegeGesellschaft, Frank Hutmacher, ver.di, Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Prof. Dr. Frank Weidner, DIP/PTHV (Moderation), Dr. Markus Mai, Landespflegekammer und Bernd Decker, Landeskrankenhausgesellschaft; Bildquelle: Öffentlichkeitsarbeit MSAGD)

 

Die Vereinbarungen der FQI Pflege 2.0 können hier heruntergeladen werden

26.10.2018: Knapp 60 Pflegeakademiker verabschiedet - Fakultätsfest der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTH Vallendar

Am Freitag, 26.10.2018, feierte die Pflegewissenschaftliche Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) mit einem Festakt in Vallendar den Beginn des Wintersemesters 2018/19. Traditionell wurden mit diesem Festakt die neuen Studierenden an der Fakultät begrüßt und Absolventinnen und Absolventen der pflegewissenschaftlichen Studiengänge feierlich verabschiedet. Insgesamt 60 Studentinnen und Studenten haben ein pflegewissenschaftliches Studium zum Semesterbeginn aufgenommen.

 

Während des Festaktes erhielten insgesamt 29 Bachelor- und 25 Masterabsolventinnen und -absolventen der pflegewissenschaftlichen und lehramtsorientierten Studienprogramme der Fakultät ihre Urkunden und Würdigungen. Für den Abschluss ihrer Promotionen erhielten Herr Dr. Andreas Fraunhofer, Frau Dr. Waltraud Kraft, Herr Dr. Michael Krisch, Herr Dr. Manfred Schnabel sowie Frau Dr. Helen Schneider ihre Urkunde zum Doktor der Pflegewissenschaft (Dr. rer. cur.).

(Foto: Timo Kessler)

 

11.09.2018: Pflegebevollmächtigter Westerfellhaus besucht das DIP                                                                            „Pflegeforschung und -wissenschaft müssen in Deutschland einen höheren Stellenwert bekommen“

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, hat am 11. September das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln besucht. Er hat sich dabei über die Arbeit und Situation unseres Instituts informiert und Gespräche mit Prof. Dr. Michael Isfort (stell. Vorsitzender) und mir geführt. Westerfellhaus hob dabei die Bedeutung des DIP für die Entwicklung der Pflege in Deutschland hervor und betonte: „Pflegeforschung und -wissenschaft haben hierzulande noch nicht den Stellenwert, wie in anderen Ländern“. Das müsse sich unbedingt ändern. „Versorgungssicherheit könne nur mit einer starken und professionellen Pflege im Zusammenspiel mit den anderen Gesundheitsdisziplinen gewährleistet werden“, so Westerfellhaus, „und dazu sind Forschung und Entwicklung unverzichtbar!“.

Das DIP ist bekanntlich ein gemeinnütziges und unabhängiges Forschungsinstitut, das ohne staatliche oder anderweitige finanzielle Grundförderung seit mehr als 18 Jahren rund 130 Pflegeprojekte im Volumen von rund 13 Mio. Euro bearbeitet hat.

 

Im Gespräch mit uns wurden aktuelle Projektschwerpunkte aus den Bereichen Pflegeprävention, Berichterstattung, Fachkräftesicherung, Pflegebildung und Digitalisierung vorgestellt und diskutiert. Ich habe als Gründer und Leiter des DIP hervorgehoben, "dass wir in Zukunft viel mehr innovative Versorgungskonzepte in der Pflege brauchen und diese fallen nicht vom Himmel! Zur Entwicklung brauchen wir erheblich mehr Investitionen in die Pflegewissenschaft durch Bund und Länder“. Diese Aspekte berühren auch Fragen der Fachkräftesicherung. Westerfellhaus pflichtete dem bei: “Im internationalen Vergleich arbeiten in Deutschland noch viel zu wenig akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen in der direkten Patientenversorgung.“ Die Chancen einer wissenschaftsfundierten Pflege werden hierzulande immer noch unterschätzt.

Nach gut zwei Stunden verlies Westerfellhaus wieder das Institut. Wir haben uns sehr über den Besuch gefreut und uns geehrt gefühlt.

Bild (Quelle: DIP) v.l.n.r.: Jonas Hylla (wiss. Mitarbeiter), Anne Gebert (wiss. Mitarbeiterin), Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Prof. Michael Isfort (stellv. Vors. DIP), Prof. Frank Weidner (Vorsitzender DIP), Daniel Tucman (wiss. Mitarbeiter)

 

20.06.2018: Stellungnahme zur Ausbildungs- und Prüfungsverordnung des PflBG - Anhörung am 25.6. im Gesundheitsausschuss des Bundestages

Am 25. Juni 2018 habe ich als Einzelsachverständiger im Bundestag in der öffentlichen Anhörung zur Ausbildungs- und Prüfungsverordnung der Pflegeberufe (PflAPrV) teilgenommen. Bereits im März d.J. wurde dazu der Referentenentwurf vorgelegt. Die meisten Änderungen, die es seither gegeben hat, gehen in Ordnung oder stellen noch einmal eine klare Verbesserung dar.

 

Aber was da mit der Anlage 4 (Kompetenzen zur Altenpflegeausbildung) in der schließlich verabschiedeten  Fassung des Kabinettsbeschlusses passiert ist, ist nicht anders zu bezeichnen als ein Reflex aus dem letzten Jahrtausend! Nach der fortgesetzten (und nach meiner festen Auffassung unnötigen) Fragementierung der Pflegeberufe im Pflegeberufegesetz (PflBG) folgt nun ein abermaliger Degradierungsversuch an der Altenpflege in der PflAPrV.

 

Wann wird endlich begriffen, dass das massive Zuschneiden der Qualifikationsprozesse von verantwortungsvollen Berufen, wie die (Alten)Pflege, auf Mindeststandards von Zugangsvoraussetzungen, massive Folgen für die späteren Pflege- und Versorgungsprozesse nehmen wird? Denn: In der Umsetzung der Altenpflege gelten heute schon die gleichen Standards wie in der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Oder glaubt jemand, dass ein Richter in einem Haftungsprozess, in dem es um die Klärung der Schuldfrage im Zusammenhang mit einem geschädigten Patienten oder Bewohner geht, Rücksicht darauf nimmt, dass die Pflegekraft einen Hauptschulabschluss hatte und ja nur die Kompetenzen nach der derzeitigen Anlage 4 erlernt habe?. Nein, und das ist auch gut so für die zu pflegenden Menschen in Deutschland. Überall muss eine angemessene, würdige und dem Stand von Wissenschaft und Technik entsprechende Pflege geleistet werden können! Überall!

 

Die Anhörung kann hier noch einmal angeschaut werden link

Schriftliche Stellungnahme zur PflAPrV von Prof.Dr. Frank Weidner als Einzelsachverständiger in der Anhörung am 25.6.2018 im Gesundheitsausschuss des Bundestages
19_14_0018-11-_esv-weidner_pflaprv-data-[...]
PDF-Dokument [655.2 KB]

7.06.2018: Abschlusstagung PräSenZ - Immer mehr Kommunen machen Präventionsangebote für Senioren

Am 7. Juni 2018 haben wir in Stuttgart ein langjähriges und sehr erfolgreich verlaufenes Projekt PräSenZ in Baden-Württemberg mit einer Fachtagung abschließen können. Es gehört zur langen Reihe von Projekten, die wir vom DIP aus bereits seit fast zwanzig Jahren durchführen und die den Präventiven Hausbesuch für Senioren erproben und bekannter machen. Eine besondere Freude ist es daher auch, dass sich die Koalition auf Bundesebene die zukünftige Förderung Präventiver Hausbesuche im Kontext der Aufgaben von Kommunen in den Koalitionsvertrag geschrieben hat. U.a. das Projekt PräSenZ liefert dazu wichtige Erkenntnisse.

Zur Abschlussveranstaltung PräSenZ - Prävention für Senioren Zuhause" konnte ich rund einhundert Fachleute aus Kommunen, von Pflegekassen und Verbänden. PräSenZ wurde von 2014 bis Ende 2017 in drei unterschiedlich großen Kommunen in Baden-Württemberg erprobt. Kernbestandteil waren Präventive Hausbesuche für selbständig lebende ältere Menschen unter Einbezug des ehrenamtlichen Engagements. Es konnten mehr als 1.700 Beratungen bei rund 700 Senioren durchgeführt und ausgewertet werden. Die Umsetzungsergebnisse und praktische Empfehlungen von PräSenZ wurden vorgestellt und in drei parallelen Workshops diskutiert. Projektträgerschaft und wissenschaftliche Leitung von PräSenZ hatte das von mir geleitete Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) inne. Das Modellprojekt wurde finanziell durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg und aus Mitteln der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung sowie der kommunalen Landesverbände gefördert.

Die drei teilnehmenden Modellkommunen in PräSenZ waren die Gemeinde Neuweiler im Landkreis Calw, die Stadt Rheinfelden direkt an der Grenze zur Schweiz sowie die Stadt Ulm. Sie hatten sich 2014 gegen zahlreiche andere Kommunen in einem Wettbewerb mit ihren Konzepten durchgesetzt. In den drei Modellkommunen wurden älteren Bürgern auf verschiedenen Wegen präventive Hausbesuche angeboten. Die Hausbesuche wurden – so von den Senioren gewünscht – dann jeweils von eigens geschulten Beraterinnen durchgeführt, die aus ihren pflegerischen und sozialen Berufen entsprechende Vorerfahrungen mitbrachten. In allen drei Kommunen sind mit PräSenZ neue Strukturen und Angebote entstanden, die auch nach dem Ende der Projektlaufzeit weitergeführt und sogar ausgebaut werden sollen. Auf der Abschlussveranstaltung nutzten Vertreter zahlreicher anderer Kommunen die Gelegenheit, von den Erfahrungen aus den Modellkommunen zu profitieren. So wurde auch deutlich, dass weitere Kommunen in den Startlöchern stehen, um nun ebenfalls präventive Hausbesuche und weitere Erkenntnisse aus PräSenZ umzusetzen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Abschlussbericht zum Projekt PräSenZ
PräSenZ-DIP-Projektbericht_Endfassung_Dr[...]
PDF-Dokument [1.9 MB]
Praktische Handreichungen für Kommunen zur Umsetzung Präventiver Hausbesuche
PräSenZ-Handreichung-DIP-final 1.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]

16.05.2018: Evaluationsbericht zum Modellprojekt "Gemeindeschwesterplus" vorgestellt

Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler stellt in Mainz den Evaluationsbericht zum Modellprojekt "Gemeindeschwesterplus" vor. Dieser bescheinigt dem Projekt einen guten Erfolg und empfiehlt die Fortsetzung und Ausweitung des Ansatzes.

 

„Der Evaluationsbericht belegt, dass das präventive und gesundheitsfördernde Angebot durch die Gemeindeschwesterplus ein großer Gewinn für hochbetagte Seniorinnen und Senioren ist“, so die Ministerin. „Damit bestätigt er unsere guten Erfahrungen und auch die vielen positiven Rückmeldungen, die wir aus den Modellkommunen und vor allem von vielen älteren Menschen selbst erhalten“, erläutert Bätzing-Lichtenthäler. „Dabei ist für mich ein ganz wesentlicher und zukunftsweisender Aspekt“, so die Ministerin, „dass die Gemeindeschwesterplus von den Menschen auch als eine Hilfe gegen Vereinsamung erlebt wird.“

Die Evaluation wurde von einem Team um Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt von der Universität zu Köln vorgenommen. Im Modellprojekt Gemeindeschwesterplus, das von Juli 2015 bis Ende 2018 läuft, werden in sieben Modellregionen in Rheinland-Pfalz insgesamt 18 Gemeindeschwesternplus eingesetzt. Es handelt sich ausschließlich um erfahrene Pflegefachfrauen. Bis Ende 2017 wurden mehr als 3.100 präventive Hausbesuche und insgesamt mehr als 5.500 Beratungen durchgeführt. Besucht werden i.d.R. Seniorinnen und Senioren im Alter von 80 Jahren und darüber. Die wissenschaftliche Konzeption und Begleitung habe ich mit meinem Team vom DIP durchgeführt bzw. führe sie weiterhin bis Ende 2018 durch.

Bild: Pressekonferenz vom 16.5.2018 im Sozialministerium Mainz. Vor Kopf v.l.n.r.: Stefanie Schneider (Pressesprecherin des MSAGD), Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt (Universität zu Köln), Prof. Dr. Frank Weidner (DIP und Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar) (Bildquelle: SWR Landesschau Rheinland-Pfalz)

Link zum Bericht in der Landesschau: hier  

14.03.2018: Deutscher Pflegepreis 2018 an Karl-Josef Laumann - Willkommen unter den Ringträgern

Am 14. März 2018 wurde dem ehemaligen Pflegebeauftragten der Bundesregierung und jetzigem Arbeits- und Sozialminister des Landes NRW, Karl-Josef Laumann, der Deutsche Pflegepreis 2018 verliehen. Als Preis des Deutschen Pflegerates (Dachverband von mehr als 1.2 Mio. beruflich Pflegenden in Deutschland) ist das die höchste Auszeichung zur Pflege hierzulande. Den Ausgezeichneten wird zum Zeichen der Ehre ein Ring angesteckt.

 

Auf der Gala zur Preisverleihung hat mein langjähriger Kollege, Prof. Dr. Michael Isfort, (selbst Preisträger aus dem vergangenen Jahr) die Laudatio auf Laumann, treffend und humorvoll, gehalten.

 

 

 

Auf dem Foto sind vier Preisträger/innen des Deutschen Pflegepreises der vergangenen Jahre zu sehen (übrigens alle aus NRW): Prof. Christel Bienstein (2011), Prof. Frank Weidner (2013), Karl-Josef Laumann (2018) und Prof. Michael Isfort (2017)

01.03.2018: Analyse zur Pflegepolitik im Koalitionsvertrag der GroKo

IDie Medien haben das Thema Pflege neu für sich entdeckt – die Politik hingegen zaudert. So bleibt der Koalitionsvertrag
der GroKo zum Thema Pflege weit hinter den Erwartungen und Notwendigkeiten zurück: ein paar Reparaturschritte hier, einige Griffe in die Mottenkiste dort – so wird ein Neustart in der Pflege nicht gelingen.

Da liegt er nun also auf dem Tisch, der 177 Seiten starke Koalitionsvertrag der erneuten großen Koalition aus CDU, CSU
und SPD. Das Kapitel Pflege umfasst darin etwas mehr als eine Seite und ein paar eingestreute Absätze in anderen Themenfeldern. Ist es ein großer Wurf? Nein, ganz bestimmt nicht! Die Vorhaben zur Pflege lesen sich eher wie eine längere
Reparaturliste für eine alte Heizungsanlage, die längst hätte durch eine neue und bessere ersetzt werden müssen. Auch wenn diese Politik wieder nicht zu einem Neustart in der Pflege führen wird, sollte man einzelne Regelungen doch einmal auf Herz und Nieren prüfen.

Im Entwurf zum Koalitionsvertrag wird ein Sofortprogramm angekündigt, das sich im Kern auf zusätzliche 8 000 Stellen für medizinische Behandlungspflege in den mehr als 13 000 Pflegeeinrichtungen bezieht. Finanziert werden sollen diese Stellen
aus Mitteln der Krankenversicherung (KV). Damit wird zwar eine seit langem im Raum stehende Forderung erfüllt, dass sich die KV stärker an den Gesundheitskosten für Pflegebedürftige in Pflegeeinrichtungen beteiligen solle. Aber reicht es aus, dafür pro Einrichtung etwas mehr als eine halbe Stelle neu zu schaffen, auch um den Fachkräftemangel in der stationären Altenhilfe
zu beseitigen? Wohl kaum. Im Jahr 2016 wurden in der Altenpflege alleine 9,5 Millionen Überstunden geleistet. Das entspricht
umgerechnet schon rund 6 000 Vollzeitstellen, die fehlen. Die Bundesagentur für Arbeit hat Ende 2017 rund 24 000 unbesetzte Stellen in der ambulanten und stationären Altenpflege ausgemacht und das mit steigender Tendenz (2). Die tatsächliche
Zahl dürfte höher liegen.

 

Lesen Sie hier weiter

Kommentar zur GroKo in der Märzausgabe des Fachblattes Die Schwester/Der Pfleger vom Bibliomed-Verlag
SP_03_2018_Weidner_Kein_Plan_keine_Visio[...]
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07.12.2017: Heil und (Un)Heil in der Pflege - Ansprüche und Wirklichkeiten im Heilberuf Pflege - Mein Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung 17/18 der PTHV "Heil und Heilung"

Im Rahmen der diesjährigen Ringvorlesung der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) habe ich einen Vortrag zum Thema "Heil und Un(Heil) in der Pflege - Ansprüche und Wirklichkeiten im Heilberuf Pflege" gehalten.

Unter anderem habe ich mich sehr kritisch mit den dramatischen Entwicklungen - also der Wirklichkeit - in der Krankenhauspflege in den vergangenen 20 Jahren auseinandergesetzt:
Seit 1995 gibt es zwar 50.000 Vollzeitstellen für Krankenhausärzte mehr, aber 30.000 Stellen weniger für die Pflege in den allgemeinen Krankenhäusern! 1995 kamen auf einen Krankenhausarzt noch 3,3 Pflegefachpersonen, 2015 nur noch 2!

 

1995 hat sich eine Pflegefachperson statistisch gesehen um 45 Patienten im Jahr gekümmert, im Jahr 2015 schon um 64.
Die Personalkosten in der Pflege sind seit 1995 nur um 35% gestiegen (also gerade einmal soviel, wie die Inflationsrate in diesen zwanzig Jahren), in der Ärzteschaft aber um 154%!
Muss man noch mehr sagen? Und trotzdem ist dies keine Neiddebatte, sondern eine Anklage wegen Ungleichbehandlung. Wie kann man Berufsgruppen, die im Krankenhaus Hand in Hand arbeiten sollen, nur so ungleich behandeln? Wie kann sich die Pflege nur so ungleich behandeln lassen? Von der Selbstlosigkeit zur Selbstsorge ist ein Buch der Kollegin Anne Kellner, das einen möglichen Ausweg anbietet. Die Pflegenden müssen begreifen, dass die Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen die Voraussetzung ist, anderen Fürsorge entgegenbringen zu können.

 

Hören Sie sich hier meinen ganzen Vortrag auf Domradio.de an.

13.11.2017: Jamaika-Koalition muss die Dauerkrise in der Pflege endlich beenden

"Die Jamaika-Koalition muss die Dauerkrise in der Pflege endlich beenden. Deutschland braucht einen Masterplan Pflege! Wer da wirklich was erreichen will, muss jetzt klotzen und nicht kleckern. Die aktuelle sehr gute Kassenlage gibt das her!"

Das habe ich gestern im Rahmen der Pressearbeit des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) formuliert und ich meine das auch so! Aus Verhandlungskreisen der potenziellen Koalitionäre ist momentan eher Kleckerkram zu vernehmen. Wir haben uns im DIP hingesetzt und einmal nachgerechnet und sind auf 12 Mrd. Euro pro Jahr gekommen, die zusätzlich in die Beschäftigung, Ausbildung, Forschung und Innovation der Pflege fließen müssen.

Und das ist bezahlbar! Klammheimlich haben nämlich die Krankenhäuser in den vergangenen 14 Jahren nahezu 9 Mrd. Euro zusätzlich jedes Jahr (!) für die Klinikärzte locker machen können. Wenn das geht, dann müssen auch mindestens 6 Mrd. Euro für die Krankenhauspflege drin sein. Weitere 6 Mrd. müssen im Kontext der Pflegeversicherung bzw. der Langzeitpflege aufgebracht werden. Wir haben berechnet, dass damit angemessene Lohnsteigerungen von bis zu 30% (bei der Altenpflege) und bis zu 100.000 neue Stellen finanziert werden könnten. Und die Kassenlagen sowohl der öffentlichen Haushalte als auch der Sozialkassen gibt einen solchen Spielraum her!

Wir haben ferner vorgeschlagen diese und weitere Vereinbarungen in einem dreischrittigen Masterplan Pflege für Deutschland mit allen wichtigen Akteuren zu vereinbaren. Darin liegt die Chance, dass sich wirklich etwas in Sachen Pflege ändert. Und noch etwas: Wenn diese Finanzmittel nicht zu Beginn der Koalition in den Vertrag geschrieben werden, dann ist kaum zu erwarten, dass im Laufe der Legislatur darüber entschieden wird. Daher geht es jetzt darum, der Politik das Vernünftige und Wirksame klar zu machen. Mehr dazu auf DIP.de

20.10.2017: Fakultätsfest in Vallendar: Die ersten Lehramtsstudierenden Pflege verabschiedet - Den Staffelstab ans Studienseminar weitergegeben.

Im Rahmen des diesjährigen Fakultätsfestes der PTHV in Vallendar bei Koblenz haben wir u.a. die ersten Absolventen der Lehramtsstudiengänge Pflege an berufsbildenden Schulen verabschiedet. Das war ein großer Moment. Zehn Absolventinnen und Absolventen haben das Studium, das zum Wintersemester 2012/ 2013 begonnen hatte, in der Regelstudienzeit durchlaufen und gehen nun direkt ins Referendariat. Dazu gabe es eine symbolische Staffelübergabe der beiden Universitäten (Die Studiengänge werden gemeinsam mit der Universität Koblenz-Landau angeboten) an das Studienseminar im benachbarten Neuwied, wo der Großteil der ehemaligen Studierenden ihr Referendariat antreten werden.

Zuvor erhielten fünf Promovierte ihre Doktorurkunden, darunter meine beiden ehemaligen Doktorandinnen, Prof. Dr. Brigitte Anderl-Doliwa (Katholische Hochschule Mainz) sowie Dr. Bettina Flaiz (Duale Hochschule Stuttgart). Außerdem wurden weitere Master- und Bachelorabsolventinnen und -absolventen gewürdigt. Es war ein richtig tolles Fest!

(Bildunterschrift: Von beiden Universitäten (PTHV und Universität Koblenz-Landau) wurde symbolisch der Staffelstab an die Leiterin des Staatlichen Studienseminars für das Lehramt an berufsbildenden Schulen Neuwied übergeben: (v.l.n.r.) Thomas Kratz, Fachleiter Pflege am Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen Neuwied; Frau OStD Ursula Reuschenbach-Schulz, Leiterin Staatliches Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen Neuwied; Prof. Dr. Peter Ullrich, Universität Koblenz-Landau; Prof. Dr. Hermann Brandenburg, Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV; Prof. Dr. Frank Weidner, Studiengangleiter Lehramtsstudiengänge und Lehrstuhl für Pflegewissenschaft an der PTHV; Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Rektor der PTHV/ Foto: Timo Michael Kessler)

22.06.2017: Podiumsdiskussion zum Pflegeberufegesetz auf dem Hauptstadtkongress

Am 22.6.2017 hat der Bundestag endlich, nach einem Jahr quälenden Stillstands und dann mit einem waghalsigen Schlussspurt, das Pflegeberufegesetz in 2. und 3. Lesung verabschiedet. Da war es purer Zufall, dass wir auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit just an diesem Tag ein Podium zum Thema hatten.

 

Die Debatte war teilweise langatmig, teilweise hitzig. Klar wurde auch, dass selbst wir "Experten" immer noch nicht ganz durchblicken durch das Wirrwarr des Gesetzes und der Regelungen. Einzelheiten werden noch weiter diskutiert.

 

Verständlich ist, dass ganz besonders Vertreter aus Bildungseinrichtungen richtig sauer sind. Einerseits ist immer noch nicht klar, was eigentlich genau auf sie zukommt, andererseits zeichnen sich doch jetzt schon erhebliche pädagogische, didaktische, organisatorische und steuerungsrelevante Herausforderungen für die Schulen ab.

 

Mich ärgert vor allem, dass sich das ganze Theater nun noch Jahre hinziehen wird, und die Gefahr ist nicht ausgeschlossen, dass der Streit um die richtige Richtung mehr denn je auf dem Rücken der Auszubildenden ausgetragen werden wird. Und mich ärgert, dass die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Pflegepädagogik und -wissenschaft im letzten Jahr weitgehend ausgeblendet worden sind. Ja, es stimmt auch, dass ich zufrieden damit bin, dass wir jetzt wenigstens ein beschlossenes Gesetz haben, in dem die Generalistik das eindeutige Normalmodell ist. Darauf sollten wir jetzt ohne Wenn und Aber setzen. Und nein, ich bin nicht zufrieden mit dem, was die Politik im letzten Jahr an Deformationsarbeit am eigentlich guten Gesetzentwurf der Bundesregierung von Anfang 2016 angerichtet hat. auf der Podiumsdiskussion ist auch klar geworden, dass nun eigentlich niemand mehr außer der Politik selbst mit dem Ergebnis ganz zufrieden ist.

 

Allen voran haben dieses aus fachlicher Sicht unsinnige und zukunftsgefährdende Y-Modell (zwei Jahre Generalistik und im dritten Jahr weiter Generalistik oder Altenpflege oder Kinderkrankenpflege als eigenständige Berufsabschlüsse) Unionspolitiker, wie der CDU Politiker Erwin Rüddel, zu verantworten. Sie haben der Pflege damit einen Bärendienst erwiesen. Und sie sind ihrer eigenen Regierung und ihrem Gesundheitsminister, Hermann Gröhe, auch noch in den Rücken gefallen. Stolz sein sollten sie jetzt nicht darauf!

 

Bild: v.l.n.r.: Prof. Frank Weidner, Bernd Thews (bpa), Irene Meyer (VPU), Erwin Rüddel (CDU) MdB, Dr. Matthias von Schwanenflügel (BMFSFJ), Britta March (AOK) Moderation. Bildrechte: WISO

27.03.2017: Mit dem DIP auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin  -                                              Deutscher Pflegepreis 2017 an Michael Isfort

Vom 23. bis 25. März 2017 waren wir mit dem gesamten Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. Gemeinsam mit der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHv haben wir einen Messestand betrieben. Es war ordentlich was los. Es sind doch recht viele Interessierte an unseren Stand gekommen, haben sich über das DIP, unsere Projekte, aber auch die Studiermöglichkeiten in Vallendar erkundigt.

Ein Grund unseres Daseins in Berlin war aber auch, dass mein langjähriger und geschätzter Kollege, Prof. Dr. Michael Isfort (fünfter von links auf dem Foto) den Deutschen Pflegepreis 2017 verliehen bekommen hat, die höchste Auszeichnung der Pflege in Deutschland. Das war Grund genug, mal mit allen in die Hauptstadt zu fahren und es uns gut gehen zu lassen. Michael ist ein würdiger Preisträger, daran besteht kein Zweifel!

Der Deutsche Pflegepreist 2017 geht an Prof. Dr. Michael Isfort. Isfort wird ausgezeichnet für sein langjähriges Engagement für die Pflegeforschung und die praktische Pflege. Ganz besonders wird sein Arbeit rund um die Erhebung und Aufbereitung von unverzichtbaren Daten für die Pflege in Deutschland gewürdigt. Dazu zählt die Pflege-Thermometer-Reihe, die wir vor mehr als 15 Jahren gemeinsam ersonnen und auf den Weg gebracht haben. Zurzeit sind wir in Vorbereitung auf die neunte, repräsentative Studie. Und dann hat Isfort maßgeblich die Landesberichterstattung Gesundheitsfachberufe NRW neu aufgestellt. Seit mehr als fünf Jahren schenkt das Land uns das Vertrauen beim Erhebung und Zusammenstellen von wichtigsten Steuerungsdaten für die Gesundheitsfachberufe in NRW. Und, was noch wichtiger ist: Isfort ist ein unheimlich angenehmer Zeitgenosse. Wir teilen uns ein Büro und es macht immer noch Spaß, mit ihm zusammen zu arbeiten!!!
(auf dem Bild von l.n.r. Prof. Dr. Friedericke zu Sayn-Wittgenstein, die die Laudatio hielt, Prof. Dr. Michael Isfort, Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates)

25.02.2017: Nachruf auf meinen Kollegen und Freund Heribert W. Gärtner

 

Am 24. Januar 2017 ist im Alter von 61 Jahren mein lieber, langjähriger Kollege und Freund, Prof. Dr. Heribert W. Gärtner ganz plötzlich von uns gegangen. Er hat meine beruflichen Wege seit Mitte der 90er Jahre ganz maßgeblich mitgeprägt. Als Gründungsdekan des Fachbereichs Gesundheitswesen der Katholischen Hochschule NRW in Köln war er bei meiner Berufung auf die Professur Pflegewissenschaft verantwortlich. Gemeinsam haben wir das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) zum Ende der 90er Jahre auf den Weg gebracht. Und ohne ihn hätten wir in Vallendar (bei Koblenz) nicht die Pflegewissenschaftliche Fakultät aufbauen können.

 

Ich bin erschüttert über diesen unfassbaren Verlust und sehr traurig, dass wir einen klugen und warmherzigen Menschen aus unserer Mitte verloren haben. Ich werde ihn immer in guter und lebendiger Erinnerung behalten.

 

Vom DIP aus haben wir einen Nachruf veröffentlicht, an den ich mich hier anschließe.

R.i.P. lieber Heri!

Nachruf
Nachruf-Heribert_Gärtner-170131-DIP.pdf
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02.01.2017: Dauerbaustelle Pflege: Nach der Reform ist vor der Reform!

Neues Jahr - alte Probleme?! In einem Gastbeitrag für den in Mannheim erscheinenden Mannheimer Morgen (MaMo) habe ich mich in der Silvesterausgabe mit der Reformthematik zur Pflege auseinandergesetzt. Alleine in dieser Legislatur hat es drei Reformen des Pflegeversicherungsgesetzes gegeben mit allerhand Leistungsausweitungen für Versicherte und Betroffene. Schön und gut! Aber, wenn man auf die Seite der Leistungserbringer schaut, insbesondere auf die Seite der professionellen Pflege, dann stottert der Reformbetrieb der Bundesregierung gewaltig. Wer soll denn bitteschön die bisherigen und zusätzlichen Leistungen in der Pflege zukünftig erbringen? 

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Videobotschaft vor dem vierten Advent den Krankenschwestern und Altenpflegern Respekt gezollt und die unangemessene Vergütung kritisiert. Bundespräsident Joachim Gauck hat in seiner Weihnachtsansprache als erstes den Krankenschwestern gedankt und auf die "mäßige" Vergütung hingewiesen.

 

Für Merkel wäre es ganz einfach, die überfällige Pflegeausbildungsreform mit ihrer CDU endlich zu verabschieden. Das wäre mal ein spürbarer Beitrag zur Angleichung der Beschäftigungsbedingungen innerhalb der Pflege. Mehr dazu lesen Sie hier in meinem Gastbeitrag im MaMo link

26.10.2016: Kaminabend der Healthregion Cologne/ Bonn (HRCB) mit Gesundheitsminister Hermann Gröhe in Neuss

Am 26.10.2016 fand in Neuss ein Kaminabend mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zum Thema "Digitalisierung und Integration als Strategie für die Sicherstellung der medizischen und pflegerischen Versorgung in strukturschwachen Regionen" statt. U.a. hielt der Gesundheitsminister einen Impulsvortrag, in dem er auf die Chancen und Notwendigkeiten der Digitalisierung in der gesundheitlichen Versorgung einging und dabei noch einmal das System der starken Arztorientierung im bundesdeutschen Gesundheitswesen herausstrich.

In der anschließenden Podiumsdiskussion konnte ich eine Lanze für die Pflege brechen, denn wenn es um Digitalisierung und neue Informations- und Kommunikationstechnologien geht, wird in Deutschland die Pflege immer noch gerne vergessen. Man traut ihr hierzulande viel weniger zu, als etwa bei unseren skandinavischen Nachbarn, im angelsächsichen Raum oder auch bei den Niederländern nebenan. Wenn man aber zu wirklich interdisziplinären und sektorenübergreifenden Ansätzen kommen will, dann muss man selbstverständlich die Pflege einbinden. Da muss die Pflege in gematik und Telematik genaus selbstverständlich eingebunden sein, wie Zugänge zur elektronischen Gesundheitskarte haben.

Ich habe verdeutlicht, dass der Pflegestandort Deutschland so lange nicht konkurrenzfähig in der Welt ist, wie man weiterhin die Pflege bei technologischen Innovationen vergisst. Es war eine insgesamt gute und kritische Veranstaltung, in der auch mein Statement Platz und Gehör gefunden hat.

Fotos: https://de-de.facebook.com/groehe

24.09.2016: Projektabschluss Alter und Trauma

 

 

 

 

Die abgebildeten Personen (von rechts nach links): Dr. Gabriele Frick-Baer / Institut für soziale Innovationen ISI; (dahinter) Prof. Dr. Frank Weidner, Dt. Institut für angewandte Pflegeforschung DIP; Thomas Volkening, PariSozial Minden-Lübbecke/Herford; Anke Lesner, Wildwasser Bielefeld; Hartmut Emme von der Ahe, PariSozial Minden-Lübbecke/Herford; Laura Braune, Wildwasser Bielefeld; (hinten) Dr. Udo Baer, Institut für soziale Innovationen ISI; Norbert Killewald, Stiftung Wohlfahrtspflege NRW; Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW; Hermann Zaum, Paritätischer Landesverband NRW; Gitta Alandt, Institut für soziale Innovationen ISI.

Foto: Ulrike Erdmann

Im September ist ein außergewöhnliches Projekt zu Ende gegangen, in dem über drei Jahre zum Thema „Alter und Trauma“ gearbeitet wurde. Vier Organisationen haben sich dazu zusammengetan und  Hilfen für traumatisierte Ältere, deren Angehörige und Pflegekräfte erprobt. Beteiligt waren drei Praxisorganisationen in Duisburg, Bielefeld und Minden. Ich habe mit meinem Team im DIP das Projekt wissenschaftlich begleitet. Gefördert wurde es von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW sowie vom MGEPA NRW.

 

 

 

 

 

 

 

Vielfältige Ansätze haben wir erprobt, darunter den Aufbau regionaler Netzwerke, Gruppen- und Einzelangebote, Konzepte für die Altenhilfe, Erzählcafés, Unterrichtsmaterialien für die Pflegeausbildung und Beratungsangebote online. Zielgruppen waren vor allem ältere Menschen mit traumatischen Erfahrungen wegen Kriegen, Vertreibung oder sexualisierter Gewalt.

 

Bemerkenswert ist, dass diese hier erprobten Konzepte der "Alterstraumatologie" so ganz anders daher kommen als diejenigen in der Medizin oder der Krankenpflege. In letzteren wird unter Alterstraumatologie eine Teildisziplin der Notfallmedizin und Unfallchirurgie verstanden. Es wäre so wichtig, beide Perspektiven zusammenzuführen. Auch diese Erkenntnis spricht für Generalistik!

 

Die Ergebnisse des Verbundprojektes sind gut dokumentiert und über die Seiten des DIP kostenlos downzuloaden (link). Wer sie als Buch nutzen möchte, kann den Abschlussbericht beim Mabuse Verlag bestellen (link zum Mabuse-Verlag).

Vormerken: 21.10.2016  - 10 Jahre Pflegewissenschaftliche Fakultät

Wie doch die Zeit vergeht! Vor zehn Jahren haben wir den Lehrbetrieb in Vallendar bei Koblenz als erste universitäre Fakultät für Pflegewissenschaft im deutschsprachigen Raum mit 25 Studierenden im forschungsorientierten Masterstudiengang Pflegewissenschaft aufgenommen. Heute haben wir rund 300 Studienplätze in zwei Bachelor- und zwei Masterstudiengängen (Praxis, Wissenschaft und Lehramt) und in unserem einmaligen Promotionsprogramm. Rund 25 unserer Absolventinnen und Absolventen haben ihren Doktor der Pflegewissenschaft bei uns gemacht. Mehr als die Hälfte von ihnen lehrt und forscht nun selbst an Hochschulen und Instituten in Deutschland und darüber hinaus. Das ist eine ganz tolle Erfolgsgeschichte, die wir in diesem Jahr mit vielen Kolleginnen und Kollgen, Förderern, Politikerinnen und Politikern, Freundinnen und Freunden sowie ehemaligen Studierenden und vielen weiteren Interssierten gefeiert haben.

 

Am 21. Oktober 2016 fand dazu in unserer Universität im Grünen eine Jubliäumsfachtagung statt.

 

Alle weiteren Infos, Programm und Bilder dazu unter link 

30.05.2016: Anhörung im Bundestag zur generalistischen Pflegeausbildung: "Alles spricht für die Generalistik"

Voller Saal und viel Interesse bei der Anhörung zur Pflegeberufegesetzreform

Am 30.5.2016 fand die mit Spannung erwartete Anhörung zur Pflegeberufegesetzreform in den Bundstagsausschüssen Gesundheit und Familie in Berlin statt. Insgesamt waren 60 (!) Verbände geladen, was darauf hindeutet, dass in Sachen Weiterentwicklung der Pflege immer noch sehr, sehr viele Organisationen und Verbände mitreden dürfen. U.a. war die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände und der Deutsche Städtetag e.V. dabei, die sich ja bislang in Fragen der Pflegeausbildung nicht besonders hervorgetan haben. Ich war einer von sieben geladenen Einzelsachverständigen und habe auf der Grundlage der vorhandenen Erkenntnisse und Erfahrungen in der (internationalen) Pflegewissenschaft deutlich gemacht, dass heute alles für die Generalistik spricht. Dies wurde vor allem von Vertreterinnen und Vertretern von Pflegebildungseinrichtungen, dem Deutschen Pflegerat und Pflegeverbänden, aber auch zahlreichen Dachverbänden wie Caritas und Diakonie unterstützt. Eine integrierte Pflegeausbildung, wie von der Opposition und von ver.di favorisiert, wird nicht den notwendigen Schub bringen, den die Pflege jetzt seitens der Qualifikation braucht. Fragen stellen sich vor allem noch zur Finanzierung der Gesetzesreform. Der nächste Schritt im Gesetzgebungsverfahren sind die zweite und dritte Lesung im Bundestag, wobei noch offen ist, ob sie noch vor oder nach der Sommerpause stattfinden werden. Und dann steht auch noch die Abstimmung im Bundesrat an. Es ist also noch weitere Überzeugungsarbeit zu leisten!

Die dreistündige Anhörung steht in der Mediathek des Bundestags online bereit link

Anhörung zur generalistischen Pflegeausbildung: Frank Weidner liefert Argumente pro Generalistik

Hier finden Sie meine schriftliche Stellungnahme:

Stellungnahme vom Einelsachverständigen Prof. Weidner zum PflBRefG
18_14_0174(32)_ESV Prof. Dr. Frank Weidn[...]
PDF-Dokument [691.8 KB]

16.3.2016: Vortrag auf dem Deutschen Pflegetag 2016 in Berlin - Krankenhausfinanzierung: Pflege hat verloren!

 

 

Im Jahr 2004 wurde die Krankenhausfinanzierung in Deutschland grundsätzlich umgestellt. Seither gelten diagnosebezogene Fallpauschalen, d.h. Krankenhäuser bekommen heute pro Diagnose und Fall ein definiertes Entgelt. Vor dem Hintergrund dieses sogenannten DRG-Systems hat eine massive Verschiebung beim Personal und den Kosten insbesondere von der Krankenhauspflege auf die Ärzteschaft stattgefunden. Auf diesen Missstand hat Prof. Frank Weidner, Leiter des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip), auf dem Deutschen Pflegetag 2016 in Berlin in einem Vortrag hingewiesen.


Demnach hat es in den zehn Jahren von 2004 bis 2014 in den verbliebenen rund 1.640 allgemeinen Krankenhäusern (- 10%) einen Zuwachs von rund 31.500 Vollzeitstellen für Ärzte gegeben (+ 28%). Bei der Pflege betrug der Anstieg lediglich 6.400 Vollzeitstellen (+ 2,3%), wobei es in den Jahren zuvor bereits einen mas-siven Stellenabbau in der Pflege um mehrere zehntausend Stellen gegeben hatte. Die Personalkosten pro vollzeitbeschäftigten Arzt sind seit 2004 um 32.300,- Euro (+ 38%) gestiegen. Bei der Pflege sind sie lediglich um 7.700,- Euro pro Vollzeitkraft (+ 17%) gestiegen. Bezieht man die Inflationsrate für den Zeitraum in die Betrachtung mit ein (+ 19%), sind die Personalkosten in der Pflege sogar gesunken.

Pressemitteilung zur Entwicklung der Krankenhauspflege vom 16.3.2016
PM-dip-Krankenhauspflege-160316.pdf
PDF-Dokument [217.6 KB]
Präsentation des Vortrags auf dem Deutschen Pflegetag 2016 in Berlin
Weidner_Deutscher_Pflegetag_2016-öff-2.p[...]
PDF-Dokument [1.2 MB]
Grafiken zur Pressemitteilung
Weidner_Deutscher_Pflegetag_2016-Grafike[...]
PDF-Dokument [361.4 KB]

10.-12.3.2016: Auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Deutsche Pflegetag 2016 war eine furiose Veranstaltung und die Pflegewissenschaftliche Fakultät der PTHV war erstmals mit einem Infostand dabei. In den drei Tagen war viel los und wir haben viel Nachfrage erhalten. Sicherlich sind wir im nächsten Jahr wieder mit von der Partie.

23.02.2016: Gute Gründe von Diakonie/ Caritas für Generalistik jetzt!

"Der Fachkräftemangel in der Pflege ist eine große Herausforderungen unseres Gesundheitssystems. Die Weiterentwicklung der getrennten Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege hin zu einer einheitlichen Pflegeberufsausbildung ist darauf die richtige Antwort. Denn bereits heute sind in Pflegeeinrichtungen vertiefte medizinisch-pflegerische Kenntnisse für eine komplexe Behandlungspflege erforderlich. Zugleich steigt in den Krankenhäusern der Anteil pflegebedürftiger und demenziell erkrankter Patientinnen und Patienten stark an. Nur eine breit ausgerichtete Ausbildung qualifziert zur Pflege von Menscher aller Altersphasen und Lebenssituationen - egal in welchen Versorgungsbereiche"

 

Möchten Sie diesen Text weiterlesen und die ausführlichen Argumente für eine generalistische Pflegeausbildung jetzt kennenlernen? Dann klicken Sie die pdf an:

Gute Gründe für die generalistische Pflegeausbildung von Diakonie und Caritas
2016-02-12 Policy-Papier_fin-DCV-Diakoni[...]
PDF-Dokument [23.4 KB]

15.02.2016: Generalistische Pflegeausbildung - Auf Kurs bleiben!

Dazu ein aktuelles Kurzinterview im Deutschen Ärzteblatt. Hier der link

02.02.2016: Studie vorgelegt: Familienpflege unterstützt vielfältig - Anerkennung fehlt - Finanzierung ist unsicher

Übergabe der Statusanalyse zur Familienpflege am 28.1.2016 in Trier.

Wir haben vom DIP aus (Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.)  im Auftrag der Caritas-Arbeitsgemeinschaft der Sozialstationen Rheinland-Pfalz und im Saarland jüngst eine Studie zur Familienpflege durchgeführt und vorgelegt. In die Untersuchung einbezogen waren zehn Familienpflegedienste in der Trägerschaft von Caritasverbänden. Diese hatten alleine im Jahr 2014 rund 340 Familien in Krisen begleitet, in denen mehr als 800 (!) Kinder lebten.  Die Ergebnisse zeigen, dass Notsituationen mit Unterstützung der Familienpflege bewältigt und Ressourcen der Familien nachhaltig gestärkt werden können. Unsere Analyse konnte eindrucksvoll belegen, dass das Leistungsspektrum der Familienpflege vielfältig ist. Leider wird ihre Bedeutung (wie bei anderen sozialen und pflegerischen Handlungsfeldern auch) gesellschaftlich nicht genügend gewürdigt. Vor allen Dingen ist die Finanzierung nicht gesichert.

Daher haben sich bereits etliche Anbieter von Dienstleistungen der Familienpflege in den vergangenen Jahren in Deutschland vom Markt verabschiedet. Die Caritas-Arbeitsgemeinschaft der Sozialstationen Rheinland-Pfalz und Saarland will aber weitermachen und setzt auch auf die Überzeugungskraft dieser Studie. Anlässe für Familienpflege sind vor allem gesundheitsbedingte Einschränkungen, Risikoschwangerschaften oder Überforderungssituationen von Müttern. Beeindruckend für mich waren übereinstimmende Aussagen von befragten Familien: "Ohne die Familienpflege wäre die Krise schlimmer, die Krankheit langwieriger und die Versorgung der Kinder deutlich schlechter gewesen und damit die Auswirkungen auf das Familiensystem schwerwiegender, wenn nicht existenziell deutlich bedrohlicher gewesen!"

Mehr Infos gibt es über diesen link

Die Studie gibt es hier

25.01.2016: "Tag der Pflege in Rheinland-Pfalz": Zwei innovative Projekte - Pflegekammer und Gemeindeschwesterplus

Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim Festakt zur Errichtung der Pflegekammer (Quelle: Mediathek msagd.rlp.de)

Der 25.1.2016 ist ein historischer Tag für die Pflege in Rheinland-Pfalz und in Deutschland. Die erste Landespflegekammer in Deutschland ist errichtet! Beim Festakt in Mainz herrschte unter den Gästen - darunter auch die 81 gewählten Vertreterinnen und Vertreter - nahezu eine euphorische Aufbruchsstimmung. Es gab standing ovations für die Ministerpräsidentin, die maßgeblich vor einigen Jahren noch als Sozial- und Gesundheitsministerin die politischen Weichen gestellt hatte. "Die Pflege hat damit alle Chancen, auf Augenhöhe mit den anderen Heilberufen auf Augenhöhe im Gesundheitswesen mitzuwirken", sagte die Ministerpräsidentin. Neben der Staatsministerin Bätzing-Lichtenthäler hielt auch der Vorsitzende des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus eine Rede.

Auf der Bühne stehen viele Mitwirkende, die in den letzten Jahren am Aufbau der ersten Landespflegekammer mitgewirkt haben (Quelle: Mediathek msagd.rlp.de)
Besuch bei den Gemeindeschwesternplus - vorne (2.v.l.) MP Malu Dreyer und SM Bätzing-Lichtenthäler (3.v.l.)(Quelle: Mediathek msagd.rlp.de)

Am Nachmittag des 25.01.2016 besuchten dann Ministerpräsidentin Malu-Dreyer und Staatsministerin Bätzing-Lichtenthäler das Projekt Gemeindeschwesterplus in den Räumen der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) in der Nähe von Koblenz. Das Projekt wird seit Mitte 2015  vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) unter meiner Leitung wissenschaftlich begleitet.

Es handelt sich dabei um ein Vorhaben, in dem in sieben Modellregionen des Landes Gemeindeschwesterplus (Pflegefachkräfte) eingesetzt werden, um hochbetagte Menschen in ihrer Häuslichkeit - sofern sie es wünschen - aufsuchen, sich um sie kümmern und sie präventiv mit Blick auf den Erhalt der Selbständigkeit beraten. Insgesamt wurden 17 Gemeindeschwesternplus angestellt, die vom dip auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Mehr Informationen unter diesem link.

 

16.01.2016: Generalistik in der Pflege kommt voran!

In dieser Woche hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur neuen Pflegeausbildung gebilligt. Damit sind wir einen Schritt weiter auf dem Weg zur gemeinsamen Pflegeausbildung. Nun kommt die eigentliche Bewährungsprobe, wenn der Bundestag den Entwurf debattiert und darüber abstimmt. Die Presseschau aus dieser Woche hat gezeigt, dass es noch viele Fragen, Vorbehalte und Sorgen gibt. Etliche Fragen kann man vor dem Hintergrund der bisherigen Entwicklungen bereits beantworten. Sorgen von Berufsangehörigen über Identitäsverluste muss man aufgreifen und Überzeugungsarbeit leisten. Vorbehalte könnte man in einer umfassenden Begleitforschung während der Umsetzung des Gesetzes untersuchen und beantworten. Auf jeden Fall sollte die Regierung aber das Gesamtvorhaben generalistische Pflegeausbildung weiterverfolgen und sich von diesem Weg nicht mehr abbringen lassen. Ich habe bereits vor einigen Wochen über das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. eine Pressemitteilung verbreiten lassen, in der wir uns klar für dieses auf Zukunft angelegte Vorhaben aussprechen. Die entsprechende Pressemitteilung können Sie hier lesen. Auch finden Sie hier noch einmal den Reader, den der DBfK im vergangenen Jahr zusammengestellt hat mit vielen Argumenten, warum der Weg der Generalistik ohne Alternative ist.

PM-dip-Pflegeberufsgesetz-151207.pdf
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06.11.2015: 15 Jahre DIP! Was für eine Geschichte!

Im Rahmen der gestrigen Verwaltungsratssitzung und Mitgliederversammlung des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln wurde die Entwicklung und Arbeit des Instituts seit seiner Gründung im Jahr 2000 gewürdigt. Wir hätten damals, als wir Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erste Überlegungen zum gemeinnützigen dip anstellten, nie an eine solche Erfolgsstory gedacht. Mittlerweile haben meine geschätzten Kollegin Prof. Gertrud Hundenborn und mein Kollege Prof. Michael Isfort im Vorstand sowie die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den vergangenen Jahren im Institut beschäftigt waren und sind, mehr als einhundert Projekte im Volumen von mehr als 11 Mio. Euro eingeworben und bearbeitet. Darunter befinden sich die bundeweit bekannte, repräsentative Studienreihe "Pflege-Thermometer", das für die Generalistik grundlegende große Modellprojekt "Pflegeausbildung in Bewegung" (2004 bis 2008) oder auch die Projekte im Forschungsnetzwerk Pflegeprävention, die wir mit zahlreichen Kommunen in Deutschland umsetzen. Und alles muss ohne eine staatliche oder sonstige finanzielle oder materielle Grundaustattung funktionieren.

Was aber das Wichtigste ist: Es macht uns immer noch Spaß und wir haben immer noch Ziele! So freue ich mich auf die nächsten Jahren und Herausforderungen und danke allen, die in den Jahren mit uns kooperiert, entwickelt, nachgedacht und gemeinsam neue Ideen und Wege für die Pflege in Deutschland ersonnen haben.

Bild: Gebäude in Köln in der Hülchrather Straße, wo das dip bereits seit 2004 seinen Sitz hat.

Hier geht es zur Pressemitteilung: link

und hier geht es zum Institut: link

03.11.2015: Interview im Focus Spezial "Leben im Alter"

 

 

 

 

 

 

Im aktuellen Focus Spezial ist im Beitrag "Muss Heim sein?" ab S. 82 ein Interview eingebettet, das mit mir geführt wurde. "In Deutschland ist es weiterhin dem Zufall überlassen, welche Infrastrukturen man im Alter wohnortnah vorfindet," ist eines der Zitate von mir. Oder auch "Jede Initiative steht und fällt mit einzelnen engagierten Menschen und damit, dass Infrastrukturen, die für Modellprojekte geschaffen werden, nach Ablauf der Projektphase wieder wegbrechen." Neben mir kommen auch mein Kollege Stefan Görres, der unermüdliche Sozialarbeiter Claus Fussek und die Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in dem Heft zu Wort. Ferner gibt es eine ausführliche Übersicht über empfohlene Pflegeheime in Deutschland sowie Beiträge zum Wohnen im Alter und zur Pflegeversicherung.

03.07.2015: Anhörung zur Pflegekammer - Landtag Baden-Württemberg

                                                                                                    Am 3.7.2015 habe ich im Landtag von Baden-Württemberg als Sachverständiger zur Pflegekammer in einern öffentlichen Anhörung der "Enquetekommission Pflege" sprechen dürfen. Ich freue mich sehr, dass man in diesem Bundesland nun auch darüber nachdenkt, die berufliche Selbstverwaltung der Pflegeberufe anzugehen. Insgesamt entwickelte sich in der Anhörung doch ein durchgängig positives Bild zur Kammer mit dem Tenor, dass sie zwar nicht alle Probleme im Pflegebereich lösen wird, aber ohne Pflegekammer kommen wir auch nicht voran. Besonders gefreut hat mich, dass Herr Bernd Schneider, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung, der als Kritiker der Kammer angetreten ist, zum Ende seines Beitrags eingeräumt hat, dass er nicht gegen die Pflegekammer sei, sondern lediglich Fragen habe und skeptisch sei. Wenn die Pflegekammer aber käme, würde er selbstverständlich mit ihr in seiner Funktion zusammenarbeiten. Das ist ein wichtiger Fortschritt in der Debatte um die Errichtung der Landespflegekammer in Baden-Württemberg.

Die Anhörung ist in der Mediathek des Landtags zu finden und dort abrufbar.

Hier ist der link

Und hier sind die Fragen der Enquetekommission und meine schriftliche Stellungnahme dazu als download (die weiteren Stellungnahmen finden Sie auf den Seiten des baden-württembergischen Landtags unter "Enquetekommission")

Leitfragen Pflegekammer_end..pdf
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04.05.2015: Pflegekammer in Rheinland-Pfalz nimmt Fahrt auf

Die Auftaktveranstaltung des Gründungsausschusses der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz für die Region Koblenz, die am Montag, 04.05.2015 in der PTHV in Vallendar stattfand, fand sehr viel Zuspruch. Dazu kamen rund 100 Teilnehmer aus der ganzen Region in die Aula der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV). Darunter waren zahlreiche Pflegefachkräfte aus dem Koblenzer Raum, Beschäftigte und Studierende der Hochschule und weitere Interessierte. Die Veranstaltung stellt den Auftakt für zahlreiche weitere Informationsveranstaltungen in der REgion dar, in der wir für die zeitnahe Registrierung und die ersten Kammerwahlen mobilisieren wollen. Besonders erfreulich war, dass in der Veranstaltung intensiv über die Rahmenbedingungen, Chancen und auch Hürden der Kammerwahl diskutiert worden ist. Mehr Infos finden sich hier

Foto: (v.l.n.r.): Prof. Dr. Hermann Brandenburg, Dekan der Pflegewissenschaft-lichen Fakultät der PTHV; Prof. Dr. Frank Weidner, Lehrstuhl Pflegewissenschaft an der PTHV und Mitglied des Gründungsausschusses, Mieke Schroeder-Jächel, Mitglied des Gründungsausschusses, Manuela Raiß, stellvertretende Geschäftsführerin der Geschäftsstelle des Gründungsausschusses in Mainz und Kerstin Gartig, Mitglied des Gründungsausschusses/ Foto: PTHV

Wenn Sie im Netz diese Montage von mir ggf. im Zusammenhang mit ungerechtfertigter Kritik an der Pflegekammer finden (etwa unter www.pflege-prisma.de) dann ist dies nicht mit mir abgestimmt. Da sich das Bild aber dadurch sehr gut verbreitet hat und die Botschaft für sich spricht, gehe ich nicht gegen den Bilderklau vor!

20.03.2015: Pressekonferenz zur Gemeindeschwester-plus in Mainz

Rheinland-Pfalz legt in der Pflege wieder vor! Anders kann man es nicht sagen, wenn man sich das neue Modellvorhaben der Landesregierung "Gemeindeschwester-plus" anschaut. Ich war eingeladen zur Pressekonferenz, um das Vorhaben aus pflegewissenschaftlicher Sicht zu kommentieren. Und ich kann nur sagen, dass das Projekt, das schon in diesem Sommer starten soll, viele Erkenntnisse und Empfehlungen der Pflegeforschung umsetzen will: Es soll sich um eine aufsuchende, präventive und lebensnahe Beratung für ältere Menschen handeln, die noch nicht pflegebedürftig sind. Das zugrundeliegende Konzept ist das des präventiven Hausbesuchs. Eine Besonderheit: Es sollen ausschließlich Pflegefachpersonen als "Gemeindeschwestern-plus" eingesetzt werden, was ein Novum in Deutschland ist, wenn man sich Projekte der letzten 20 Jahre anschaut. Und es geht darum, die Lücke zwischen Bedarfen und Nachfragen und entsprechenden wohnortnahen Angeboten weiter zu schließen. Dazu sollen die Gemeindeschwestern-plus auch in die regionalen Pflegekonferenzen und die vorhandenen Pflegestrukturplanung eingebunden sein. Ihr Arbeitsplatz ist am Pflegestützpunkt angesiedelt, von denen es in Rheinland-Pfalz bekanntlich flächendeckend 135 gibt.

 

Am Rande noch dies: Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die PK mit den Worten eröffnet, dass die Preisträger des Deutschen Pflegepreises für die Jahre 2013 und 2015 an diesem Tag nebeneinander säßen. Sie freue sich sehr über die Auszeichnung, die ihr in der vergangenen Woche in Berlin vom Deutschen Pflegerat verliehen wurde. Es handele sich auch um eine Würdigung für alle in der Pflege Engagierten in diesem Bundesland. Beide Preisträger trugen zur PK übrigens ihre Fingerringe aus Silber mit eingraviertem Namen und dem Schriftzug "Deutscher Pflegepreis".

 

Mehr Infos hier: Link zur Seite der Landesregierung RLP

PK in Mainz: Ministerpräsidentin Malu Dreyer (Mitte) und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler informieren über das neue Modellvorhaben "Gemeindeschwester-plus". Ich habe es kommentiert (Foto: Pressereferat Landesregierung RLP)

5.01.2015: Gründungsausschuss der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz nimmt seine Arbeit auf!

Die gesetzlich verankerte Selbstverwaltung der Pflege in Deutschland ist Wirklichkeit! Und zwar in Form des Gründungsausschusses der Landespflegekammer in Rheinland-Pfalz als erstem Bundesland. Weitere werden folgen, da bin ich mir sicher! Und ich freue mich, dass ich als Mitglied des Ausschusses am 5. und 6. Januar 2015 in Mainz dabei sein durfte, als der Gründungsausschuss der Pflegekammer seine Arbeit aufnehmen konnte. (Foto)

 

Gruppenfoto der Mitglieder des Gründungsausschusses mit Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (Mitte) am 5. Januar 2015 in Mainz

Mehr Infos unter www.pflegekammer-rlp.de

26.9.2014: Mitarbeit im neuen Wissenschaftlichen Beirat Demografie in Rheinland-Pfalz

Ich freue mich, dass ich im neu eingerichteten Wissenschaftlichen Beirat Demografie der rheinland-pfälzischen Landesregierung mitwirken darf. Von Ministerpräsidentin Malu Dreyer haben alle Mitglieder des Beirates am 26.9. 2014 ihre Berufungsurkunden erhalten (Bild). An diesem Tag hat auch die erste Sitzung des Demografiekabinetts mit dem Wissenschaftlichen Beirat stattgefunden. Ziele der Zusammenarbeit bestehen sowohl in der Stärkung der interdisziplinären Forschung in Rheinland-Pfalz mit dem Schwerpunkt auf den demografischen Wandel als auch in der gemeinsamen Diskussion von Politik und Wissenschaft zu Herausforderungen und Wegen in der Demografiepolitik .

(Bildrechte: Alexander Sell, Bildergalerie rlp)

Mitglieder des neuen Wissenschaftlichen Beirates Demografie in Rheinland-Pfalz (Bildrechte: Alexander Sell, Bildergalerie rlp)

22.8.2013: Als Pflegeexperte in einer ARD Dokumentation

 

Die ARD hat am 21.8.2013 die 45minütige Dokumentation „Der Kandidaten-Check“ zur Bundestagswahl ausgestrahlt. Themenschwerpunkte der Sendung waren die Pflege, Löhne und Familie. Zum Thema Pflege habe ich insbesondere die Politik und die Wahlversprechen von CDU und SPD unter die Lupe genommen. Dabei habe ich betont, dass die Politik weiß, um was es geht und was es bedeutet, an Demenz erkrankte Menschen zu versorgen. Aber der zur Verfügung gestellte Rahmen reicht meines Erachtens überhaupt nicht hin. Die CDU verspricht im neuen Wahlprogramm genau das wieder, was sie vor vier Jahren schon einmal versprochen, aber nicht umgesetzt hat. Es wurde damals versprochen, eine grundlegende Reform zu machen. Die ist aber nicht gemacht worden.

 

Drei ARD-Reporter hatten zuvor Bürger in zwei Städten, Essen und Erfurt, befragt und ermittelten dabei, welche Probleme den Menschen am meisten auf den Nägeln brennen. Aus zehn vorgegebenen Themen entfielen die meisten Stimmen auf das Thema „Familie und Bildung“, gefolgt vom Thema „Arbeit und Löhne“. Bereits an dritter Stelle landete das Thema „Gesundheit und Pflege“. Drei Familien, die jeweils für eines dieser Themen standen, wurde die Gelegenheit gegeben, ihre Forderungen an die Politik direkt zu formulieren. Als Ansprechpartnerinnen standen Bundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) und die stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Manuela Schwesig, zur Verfügung.

 

Den Vorschlag der SPD, den Beitragssatz der Pflegeversicherung um 0,5% anzuheben und die daraus resultierenden jährlich fünf Mrd. Euro Mehreinnahmen für den Einsatz von 125.000 zusätzlichen Fachkräften in der Pflege zu nutzen, habe ich als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet, auch wenn die konkrete Umsetzung noch Fragen aufwerfe.

 

hier geht es zum gesamten Beitrag in der ARD-Mediathek:

http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/der-kandidaten-check?documentId=16708350

11.7.2013: Der Deutsche Pflegepreis 2013 - eine große Ehre für mich!

Am 10.7. 2013 hat der Deutsche Pflegerat (DPR) bekannt gegeben, dass mir in diesem Jahr der Deutsche Pflegepreis verliehen wird. Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung zumal sie vom Dachverband aller wichtigen bundesdeutschen Pflegeverbände stammt. Der DPR würdigt mit der Verleihung dieses renommierten Preises an mich die Aufbauarbeit, die ich in den letzten Jahren mit dem dip und der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV habe leisten dürfen und können. Das aber war nur möglich aufgrund vielfacher Unterstützung und Mitarbeit von Menschen, denen es wie mir auch um eine zeitgemäße Innovation, Fundierung und Neuausrichtung der Pflege in Deutschland geht. Insofern verstehe ich diese Ehrung ausdrücklich auch als Antrieb für meine und unsere weitere Arbeit. Der Preis wird mir am 15.9. im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum 3-Länderkongress in Konstanz verliehen.

 

Ich danke allen, die mir in den vergangenen Jahren, jetzt und auch in Zukunft das für diese Arbeit notwendige Vertrauen geschenkt haben und - so hoffe ich - auch weiterhin schenken werden!

 

Mehr dazu finden Sie hier in den beiden Pressemitteilungen des DPR und der PTHV/ dip:

Pressemitteilung des DPR vom 10.7.2013
DPR_PM_Deutscher Pflegepreis_130710.pdf
PDF-Dokument [148.4 KB]
Pressemitteilung der PTHV und des dip vom 11.7.2013
PM-PTHV-dip-Deutscher_Pflegepreis_2013-1[...]
PDF-Dokument [170.5 KB]

1.7.2013: Portrait eines "Gründertyps"

Ein "Gründertyp" unterwegs

Die meistgelesene Fachzeitschrift im Pflegewesen, Die Schwester/ Der Pfleger, hat im Juli 2013 in ihrer Rubrik "Zu guter Letzt" ein kurzes, persönliches Interview mit mir abgedruckt und mir den Titel "Gründertyp" zugeschrieben.

 

"Für die Pflegewissenschaft hat Prof. Dr. Frank Weidner gleich zwei innovative Organisationen entwickelt und aufge-baut. Er ist Gründungsdirektor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e. V. (dip) in Köln, das seit 2000 einen immensen wissenschaft-lichen Beitrag für die berufliche Pflege in Deutschland leistet. Als Gründungsdekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV bei Koblenz)...."

Kurzinterview mit mir im Juli 2013 in der Fachzeitschrift: Die Schwester/ Der Pfleger
Portrait-Weidner-DSDP-2013.pdf
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© Prof. Dr. Frank Weidner