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20.06.2018: Stellungnahme zur Ausbildungs- und Prüfungsverordnung des PflBG - Anhörung am 25.6. im Gesundheitsausschuss des Bundestages

Am 25. Juni 2018 werde ich im Bundestag als Einzelsachverständiger an der Anhörung zur Ausbildungs- und Prüfungsverordnung der Pflegeberufe (PflAPrV) teilnehmen. Bereits im März wurde dazu der Referentenentwurf vorgelegt. Die meisten Änderungen, die es seither gegeben hat, gehen in Ordnung oder stellen noch einmal eine klare Verbesserung dar.

 

Aber was da mit der Anlage 4 (Kompetenzen zur Altenpflegeausbildung) in der vorliegenden Fassung des Kabinettsbeschlusses passiert ist, ist nicht anders zu bezeichnen als ein Reflex aus dem letzten Jahrtausend! Nach der fortgesetzten (und nach meiner festen Auffassung unnötigen) Fragementierung der Pflegeberufe im Pflegeberufegesetz (PflBG) folgt nun ein abermaliger Degradierungsversuch an der Altenpflege in der PflAPrV.

 

Wann wird endlich begriffen, dass das massive Zuschneiden der Qualifikationsprozesse von verantwortungsvollen Berufen, wie die (Alten)Pflege, auf Mindeststandards von Zugangsvoraussetzungen, massive Folgen für die späteren Pflege- und Versorgungsprozesse nehmen wird? Denn: In der Umsetzung der Altenpflege gelten heute schon die gleichen Standards wie in der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Oder glaubt jemand, dass ein Richter in einem Haftungsprozess, in dem es um die Klärung der Schuldfrage im Zusammenhang mit einem geschädigten Patienten oder Bewohner geht, Rücksicht darauf nimmt, dass die Pflegekraft einen Hauptschulabschluss hatte und ja nur die Kompetenzen nach der derzeitigen Anlage 4 erlernt habe?. Nein, und das ist auch gut so für die zu pflegenden Menschen in Deutschland. Überall muss eine angemessene, würdige und dem Stand von Wissenschaft und Technik entsprechende Pflege geleistet werden können! Überall! (Bild stammt von der Anhörung zum Pflegeberufegesetz am 30.5.2016 ebenfalls im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages)

 

Die Anhörung kann live am Montag, 25.6.2018 von 11:30 bis 13:00 Uhr im stream des Bundestages mitverfolgt werden!

Schriftliche Stellungnahme zur PflAPrV von Prof.Dr. Frank Weidner als Einzelsachverständiger in der Anhörung am 25.6.2018 im Gesundheitsausschuss des Bundestages
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7.06.2018: Abschlusstagung PräSenZ - Immer mehr Kommunen machen Präventionsangebote für Senioren

Am 7. Juni 2018 haben wir in Stuttgart ein langjähriges und sehr erfolgreich verlaufenes Projekt PräSenZ in Baden-Württemberg mit einer Fachtagung abschließen können. Es gehört zur langen Reihe von Projekten, die wir vom DIP aus bereits seit fast zwanzig Jahren durchführen und die den Präventiven Hausbesuch für Senioren erproben und bekannter machen. Eine besondere Freude ist es daher auch, dass sich die Koalition auf Bundesebene die zukünftige Förderung Präventiver Hausbesuche im Kontext der Aufgaben von Kommunen in den Koalitionsvertrag geschrieben hat. U.a. das Projekt PräSenZ liefert dazu wichtige Erkenntnisse.

Zur Abschlussveranstaltung PräSenZ - Prävention für Senioren Zuhause" konnte ich rund einhundert Fachleute aus Kommunen, von Pflegekassen und Verbänden. PräSenZ wurde von 2014 bis Ende 2017 in drei unterschiedlich großen Kommunen in Baden-Württemberg erprobt. Kernbestandteil waren Präventive Hausbesuche für selbständig lebende ältere Menschen unter Einbezug des ehrenamtlichen Engagements. Es konnten mehr als 1.700 Beratungen bei rund 700 Senioren durchgeführt und ausgewertet werden. Die Umsetzungsergebnisse und praktische Empfehlungen von PräSenZ wurden vorgestellt und in drei parallelen Workshops diskutiert. Projektträgerschaft und wissenschaftliche Leitung von PräSenZ hatte das von mir geleitete Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) inne. Das Modellprojekt wurde finanziell durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg und aus Mitteln der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung sowie der kommunalen Landesverbände gefördert.

Die drei teilnehmenden Modellkommunen in PräSenZ waren die Gemeinde Neuweiler im Landkreis Calw, die Stadt Rheinfelden direkt an der Grenze zur Schweiz sowie die Stadt Ulm. Sie hatten sich 2014 gegen zahlreiche andere Kommunen in einem Wettbewerb mit ihren Konzepten durchgesetzt. In den drei Modellkommunen wurden älteren Bürgern auf verschiedenen Wegen präventive Hausbesuche angeboten. Die Hausbesuche wurden – so von den Senioren gewünscht – dann jeweils von eigens geschulten Beraterinnen durchgeführt, die aus ihren pflegerischen und sozialen Berufen entsprechende Vorerfahrungen mitbrachten. In allen drei Kommunen sind mit PräSenZ neue Strukturen und Angebote entstanden, die auch nach dem Ende der Projektlaufzeit weitergeführt und sogar ausgebaut werden sollen. Auf der Abschlussveranstaltung nutzten Vertreter zahlreicher anderer Kommunen die Gelegenheit, von den Erfahrungen aus den Modellkommunen zu profitieren. So wurde auch deutlich, dass weitere Kommunen in den Startlöchern stehen, um nun ebenfalls präventive Hausbesuche und weitere Erkenntnisse aus PräSenZ umzusetzen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Abschlussbericht zum Projekt PräSenZ
PräSenZ-DIP-Projektbericht_Endfassung_Dr[...]
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Praktische Handreichungen für Kommunen zur Umsetzung Präventiver Hausbesuche
PräSenZ-Handreichung-DIP-final 1.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]

16.05.2018: Evaluationsbericht zum Modellprojekt "Gemeindeschwesterplus" vorgestellt

Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler stellt in Mainz den Evaluationsbericht zum Modellprojekt "Gemeindeschwesterplus" vor. Dieser bescheinigt dem Projekt einen guten Erfolg und empfiehlt die Fortsetzung und Ausweitung des Ansatzes.

 

„Der Evaluationsbericht belegt, dass das präventive und gesundheitsfördernde Angebot durch die Gemeindeschwesterplus ein großer Gewinn für hochbetagte Seniorinnen und Senioren ist“, so die Ministerin. „Damit bestätigt er unsere guten Erfahrungen und auch die vielen positiven Rückmeldungen, die wir aus den Modellkommunen und vor allem von vielen älteren Menschen selbst erhalten“, erläutert Bätzing-Lichtenthäler. „Dabei ist für mich ein ganz wesentlicher und zukunftsweisender Aspekt“, so die Ministerin, „dass die Gemeindeschwesterplus von den Menschen auch als eine Hilfe gegen Vereinsamung erlebt wird.“

Die Evaluation wurde von einem Team um Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt von der Universität zu Köln vorgenommen. Im Modellprojekt Gemeindeschwesterplus, das von Juli 2015 bis Ende 2018 läuft, werden in sieben Modellregionen in Rheinland-Pfalz insgesamt 18 Gemeindeschwesternplus eingesetzt. Es handelt sich ausschließlich um erfahrene Pflegefachfrauen. Bis Ende 2017 wurden mehr als 3.100 präventive Hausbesuche und insgesamt mehr als 5.500 Beratungen durchgeführt. Besucht werden i.d.R. Seniorinnen und Senioren im Alter von 80 Jahren und darüber. Die wissenschaftliche Konzeption und Begleitung habe ich mit meinem Team vom DIP durchgeführt bzw. führe sie weiterhin bis Ende 2018 durch.

Bild: Pressekonferenz vom 16.5.2018 im Sozialministerium Mainz. Vor Kopf v.l.n.r.: Stefanie Schneider (Pressesprecherin des MSAGD), Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt (Universität zu Köln), Prof. Dr. Frank Weidner (DIP und Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar) (Bildquelle: SWR Landesschau Rheinland-Pfalz)

Link zum Bericht in der Landesschau: hier  

12.05.2018 "Internationaler Tag der Pflegenden - Interview mit WDR 5

Zum diesjährigen "Internationalen Tag der Pflegenden" habe ich dem WDR5 Morgenecho ein Interview zur Situation pflegender Angehöriger gegeben. Es ist hier abrufbar.

21.03.2018: Andreas Westerfellhaus wird Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

Passend zum Frühlingsanfang hat das Bundeskabinett gestern dem Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zugestimmt und Andreas Westerfellhaus zum neuen Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung ernannt. Im April wird Westerfellhaus die Arbeit aufnehmen.

 

Lieber Andreas, ich gratuliere dir zu diesem außergewöhnlichen Amt und wünsche dir viel Glück und Erfolg. Als langjähriger Präsident des Deutschen Pflegerates (bis 2017) und politisch hervorragend vernetzter Akteur weiß kaum einer besser, um was es in der Pflege in Deutschland heute und in Zukunft in Deutschland geht. 

(Foto: Stephan Lücke)

14.03.2018: Deutscher Pflegepreis 2018 an Karl-Josef Laumann - Willkommen unter den Ringträgern

Am 14. März 2018 wurde dem ehemaligen Pflegebeauftragten der Bundesregierung und jetzigem Arbeits- und Sozialminister des Landes NRW, Karl-Josef Laumann, der Deutsche Pflegepreis 2018 verliehen. Als Preis des Deutschen Pflegerates (Dachverband von mehr als 1.2 Mio. beruflich Pflegenden in Deutschland) ist das die höchste Auszeichung zur Pflege hierzulande. Den Ausgezeichneten wird zum Zeichen der Ehre ein Ring angesteckt.

 

Auf der Gala zur Preisverleihung hat mein langjähriger Kollege, Prof. Dr. Michael Isfort, (selbst Preisträger aus dem vergangenen Jahr) die Laudatio auf Laumann, treffend und humorvoll, gehalten.

 

 

 

Auf dem Foto sind vier Preisträger/innen des Deutschen Pflegepreises der vergangenen Jahre zu sehen (übrigens alle aus NRW): Prof. Christel Bienstein (2011), Prof. Frank Weidner (2013), Karl-Josef Laumann (2018) und Prof. Michael Isfort (2017)

01.03.2018: Analyse zur Pflegepolitik im Koalitionsvertrag der GroKo

IDie Medien haben das Thema Pflege neu für sich entdeckt – die Politik hingegen zaudert. So bleibt der Koalitionsvertrag
der GroKo zum Thema Pflege weit hinter den Erwartungen und Notwendigkeiten zurück: ein paar Reparaturschritte hier, einige Griffe in die Mottenkiste dort – so wird ein Neustart in der Pflege nicht gelingen.

Da liegt er nun also auf dem Tisch, der 177 Seiten starke Koalitionsvertrag der erneuten großen Koalition aus CDU, CSU
und SPD. Das Kapitel Pflege umfasst darin etwas mehr als eine Seite und ein paar eingestreute Absätze in anderen Themenfeldern. Ist es ein großer Wurf? Nein, ganz bestimmt nicht! Die Vorhaben zur Pflege lesen sich eher wie eine längere
Reparaturliste für eine alte Heizungsanlage, die längst hätte durch eine neue und bessere ersetzt werden müssen. Auch wenn diese Politik wieder nicht zu einem Neustart in der Pflege führen wird, sollte man einzelne Regelungen doch einmal auf Herz und Nieren prüfen.

Im Entwurf zum Koalitionsvertrag wird ein Sofortprogramm angekündigt, das sich im Kern auf zusätzliche 8 000 Stellen für medizinische Behandlungspflege in den mehr als 13 000 Pflegeeinrichtungen bezieht. Finanziert werden sollen diese Stellen
aus Mitteln der Krankenversicherung (KV). Damit wird zwar eine seit langem im Raum stehende Forderung erfüllt, dass sich die KV stärker an den Gesundheitskosten für Pflegebedürftige in Pflegeeinrichtungen beteiligen solle. Aber reicht es aus, dafür pro Einrichtung etwas mehr als eine halbe Stelle neu zu schaffen, auch um den Fachkräftemangel in der stationären Altenhilfe
zu beseitigen? Wohl kaum. Im Jahr 2016 wurden in der Altenpflege alleine 9,5 Millionen Überstunden geleistet. Das entspricht
umgerechnet schon rund 6 000 Vollzeitstellen, die fehlen. Die Bundesagentur für Arbeit hat Ende 2017 rund 24 000 unbesetzte Stellen in der ambulanten und stationären Altenpflege ausgemacht und das mit steigender Tendenz (2). Die tatsächliche
Zahl dürfte höher liegen.

 

Lesen Sie hier weiter

Kommentar zur GroKo in der Märzausgabe des Fachblattes Die Schwester/Der Pfleger vom Bibliomed-Verlag
SP_03_2018_Weidner_Kein_Plan_keine_Visio[...]
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02.01.2018: Ein neues Jahr hat begonnen

Ich wünsche allen Menschen ein gutes und gesundes, friedliches, frohes, neues Jahr 2018!

Wir dürfen gespannt sein, was es diesmal für uns bereit hält, an Herausforderungen und Glück, wie Zumutungen und Pech. Die politischen Karten sind noch nicht abschließend neu gemischt. Kommt die GroKo und wird sie die Probleme der Pflege vom Grundsatz her angehen? "Nicht kleckern, sondern klotzen!" muss das Motto sein. Wir haben vom DIP aus bereits im November unseren Vorschlag für einen Masterplan Pflege verbreitet, der auf viel Beachtung gestoßen ist. So oder so, es wird weiter darauf ankommen, dass sich möglichst viele Menschen für die grundsätzliche Verbesserung der Arbeits- und Vresorgungsbedingungen in der Pflege einsetzen. Die Politik muss überzeugt werden, dass es einer grundsätzlichen Kurskorrektur bedarf. Das haben wir seit nunmehr fast 20 Jahren mit vielen unserer Studien und Projekte im DIP in Köln und in der PTHV in Vallendar sowie vieler unserer Kolleginnen und Kollegen mit ihren Arbeiten in Deutschland immer wieder gezeigt.

 

07.12.2017: Heil und (Un)Heil in der Pflege - Ansprüche und Wirklichkeiten im Heilberuf Pflege - Mein Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung 17/18 der PTHV "Heil und Heilung"

Im Rahmen der diesjährigen Ringvorlesung der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) habe ich einen Vortrag zum Thema "Heil und Un(Heil) in der Pflege - Ansprüche und Wirklichkeiten im Heilberuf Pflege" gehalten.

Unter anderem habe ich mich sehr kritisch mit den dramatischen Entwicklungen - also der Wirklichkeit - in der Krankenhauspflege in den vergangenen 20 Jahren auseinandergesetzt:
Seit 1995 gibt es zwar 50.000 Vollzeitstellen für Krankenhausärzte mehr, aber 30.000 Stellen weniger für die Pflege in den allgemeinen Krankenhäusern! 1995 kamen auf einen Krankenhausarzt noch 3,3 Pflegefachpersonen, 2015 nur noch 2!

 

1995 hat sich eine Pflegefachperson statistisch gesehen um 45 Patienten im Jahr gekümmert, im Jahr 2015 schon um 64.
Die Personalkosten in der Pflege sind seit 1995 nur um 35% gestiegen (also gerade einmal soviel, wie die Inflationsrate in diesen zwanzig Jahren), in der Ärzteschaft aber um 154%!
Muss man noch mehr sagen? Und trotzdem ist dies keine Neiddebatte, sondern eine Anklage wegen Ungleichbehandlung. Wie kann man Berufsgruppen, die im Krankenhaus Hand in Hand arbeiten sollen, nur so ungleich behandeln? Wie kann sich die Pflege nur so ungleich behandeln lassen? Von der Selbstlosigkeit zur Selbstsorge ist ein Buch der Kollegin Anne Kellner, das einen möglichen Ausweg anbietet. Die Pflegenden müssen begreifen, dass die Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen die Voraussetzung ist, anderen Fürsorge entgegenbringen zu können.

 

Hören Sie sich hier meinen ganzen Vortrag auf Domradio.de an.

13.11.2017: Jamaika-Koalition muss die Dauerkrise in der Pflege endlich beenden

"Die Jamaika-Koalition muss die Dauerkrise in der Pflege endlich beenden. Deutschland braucht einen Masterplan Pflege! Wer da wirklich was erreichen will, muss jetzt klotzen und nicht kleckern. Die aktuelle sehr gute Kassenlage gibt das her!"

Das habe ich gestern im Rahmen der Pressearbeit des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) formuliert und ich meine das auch so! Aus Verhandlungskreisen der potenziellen Koalitionäre ist momentan eher Kleckerkram zu vernehmen. Wir haben uns im DIP hingesetzt und einmal nachgerechnet und sind auf 12 Mrd. Euro pro Jahr gekommen, die zusätzlich in die Beschäftigung, Ausbildung, Forschung und Innovation der Pflege fließen müssen.

Und das ist bezahlbar! Klammheimlich haben nämlich die Krankenhäuser in den vergangenen 14 Jahren nahezu 9 Mrd. Euro zusätzlich jedes Jahr (!) für die Klinikärzte locker machen können. Wenn das geht, dann müssen auch mindestens 6 Mrd. Euro für die Krankenhauspflege drin sein. Weitere 6 Mrd. müssen im Kontext der Pflegeversicherung bzw. der Langzeitpflege aufgebracht werden. Wir haben berechnet, dass damit angemessene Lohnsteigerungen von bis zu 30% (bei der Altenpflege) und bis zu 100.000 neue Stellen finanziert werden könnten. Und die Kassenlagen sowohl der öffentlichen Haushalte als auch der Sozialkassen gibt einen solchen Spielraum her!

Wir haben ferner vorgeschlagen diese und weitere Vereinbarungen in einem dreischrittigen Masterplan Pflege für Deutschland mit allen wichtigen Akteuren zu vereinbaren. Darin liegt die Chance, dass sich wirklich etwas in Sachen Pflege ändert. Und noch etwas: Wenn diese Finanzmittel nicht zu Beginn der Koalition in den Vertrag geschrieben werden, dann ist kaum zu erwarten, dass im Laufe der Legislatur darüber entschieden wird. Daher geht es jetzt darum, der Politik das Vernünftige und Wirksame klar zu machen. Mehr dazu auf DIP.de

20.10.2017: Fakultätsfest in Vallendar: Die ersten Lehramtsstudierenden Pflege verabschiedet - Den Staffelstab ans Studienseminar weitergegeben.

Im Rahmen des diesjährigen Fakultätsfestes der PTHV in Vallendar bei Koblenz haben wir u.a. die ersten Absolventen der Lehramtsstudiengänge Pflege an berufsbildenden Schulen verabschiedet. Das war ein großer Moment. Zehn Absolventinnen und Absolventen haben das Studium, das zum Wintersemester 2012/ 2013 begonnen hatte, in der Regelstudienzeit durchlaufen und gehen nun direkt ins Referendariat. Dazu gabe es eine symbolische Staffelübergabe der beiden Universitäten (Die Studiengänge werden gemeinsam mit der Universität Koblenz-Landau angeboten) an das Studienseminar im benachbarten Neuwied, wo der Großteil der ehemaligen Studierenden ihr Referendariat antreten werden.

Zuvor erhielten fünf Promovierte ihre Doktorurkunden, darunter meine beiden ehemaligen Doktorandinnen, Prof. Dr. Brigitte Anderl-Doliwa (Katholische Hochschule Mainz) sowie Dr. Bettina Flaiz (Duale Hochschule Stuttgart). Außerdem wurden weitere Master- und Bachelorabsolventinnen und -absolventen gewürdigt. Es war ein richtig tolles Fest!

(Bildunterschrift: Von beiden Universitäten (PTHV und Universität Koblenz-Landau) wurde symbolisch der Staffelstab an die Leiterin des Staatlichen Studienseminars für das Lehramt an berufsbildenden Schulen Neuwied übergeben: (v.l.n.r.) Thomas Kratz, Fachleiter Pflege am Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen Neuwied; Frau OStD Ursula Reuschenbach-Schulz, Leiterin Staatliches Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen Neuwied; Prof. Dr. Peter Ullrich, Universität Koblenz-Landau; Prof. Dr. Hermann Brandenburg, Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV; Prof. Dr. Frank Weidner, Studiengangleiter Lehramtsstudiengänge und Lehrstuhl für Pflegewissenschaft an der PTHV; Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Rektor der PTHV/ Foto: Timo Michael Kessler)

22.06.2017: Podiumsdiskussion zum Pflegeberufegesetz auf dem Hauptstadtkongress

Am 22.6.2017 hat der Bundestag endlich, nach einem Jahr quälenden Stillstands und dann mit einem waghalsigen Schlussspurt, das Pflegeberufegesetz in 2. und 3. Lesung verabschiedet. Da war es purer Zufall, dass wir auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit just an diesem Tag ein Podium zum Thema hatten.

 

Die Debatte war teilweise langatmig, teilweise hitzig. Klar wurde auch, dass selbst wir "Experten" immer noch nicht ganz durchblicken durch das Wirrwarr des Gesetzes und der Regelungen. Einzelheiten werden noch weiter diskutiert.

 

Verständlich ist, dass ganz besonders Vertreter aus Bildungseinrichtungen richtig sauer sind. Einerseits ist immer noch nicht klar, was eigentlich genau auf sie zukommt, andererseits zeichnen sich doch jetzt schon erhebliche pädagogische, didaktische, organisatorische und steuerungsrelevante Herausforderungen für die Schulen ab.

 

Mich ärgert vor allem, dass sich das ganze Theater nun noch Jahre hinziehen wird, und die Gefahr ist nicht ausgeschlossen, dass der Streit um die richtige Richtung mehr denn je auf dem Rücken der Auszubildenden ausgetragen werden wird. Und mich ärgert, dass die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Pflegepädagogik und -wissenschaft im letzten Jahr weitgehend ausgeblendet worden sind. Ja, es stimmt auch, dass ich zufrieden damit bin, dass wir jetzt wenigstens ein beschlossenes Gesetz haben, in dem die Generalistik das eindeutige Normalmodell ist. Darauf sollten wir jetzt ohne Wenn und Aber setzen. Und nein, ich bin nicht zufrieden mit dem, was die Politik im letzten Jahr an Deformationsarbeit am eigentlich guten Gesetzentwurf der Bundesregierung von Anfang 2016 angerichtet hat. auf der Podiumsdiskussion ist auch klar geworden, dass nun eigentlich niemand mehr außer der Politik selbst mit dem Ergebnis ganz zufrieden ist.

 

Allen voran haben dieses aus fachlicher Sicht unsinnige und zukunftsgefährdende Y-Modell (zwei Jahre Generalistik und im dritten Jahr weiter Generalistik oder Altenpflege oder Kinderkrankenpflege als eigenständige Berufsabschlüsse) Unionspolitiker, wie der CDU Politiker Erwin Rüddel, zu verantworten. Sie haben der Pflege damit einen Bärendienst erwiesen. Und sie sind ihrer eigenen Regierung und ihrem Gesundheitsminister, Hermann Gröhe, auch noch in den Rücken gefallen. Stolz sein sollten sie jetzt nicht darauf!

 

Bild: v.l.n.r.: Prof. Frank Weidner, Bernd Thews (bpa), Irene Meyer (VPU), Erwin Rüddel (CDU) MdB, Dr. Matthias von Schwanenflügel (BMFSFJ), Britta March (AOK) Moderation. Bildrechte: WISO

27.03.2017: Mit dem DIP auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin  -                                              Deutscher Pflegepreis 2017 an Michael Isfort

Vom 23. bis 25. März 2017 waren wir mit dem gesamten Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. Gemeinsam mit der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHv haben wir einen Messestand betrieben. Es war ordentlich was los. Es sind doch recht viele Interessierte an unseren Stand gekommen, haben sich über das DIP, unsere Projekte, aber auch die Studiermöglichkeiten in Vallendar erkundigt.

Ein Grund unseres Daseins in Berlin war aber auch, dass mein langjähriger und geschätzter Kollege, Prof. Dr. Michael Isfort (fünfter von links auf dem Foto) den Deutschen Pflegepreis 2017 verliehen bekommen hat, die höchste Auszeichnung der Pflege in Deutschland. Das war Grund genug, mal mit allen in die Hauptstadt zu fahren und es uns gut gehen zu lassen. Michael ist ein würdiger Preisträger, daran besteht kein Zweifel!

Der Deutsche Pflegepreist 2017 geht an Prof. Dr. Michael Isfort. Isfort wird ausgezeichnet für sein langjähriges Engagement für die Pflegeforschung und die praktische Pflege. Ganz besonders wird sein Arbeit rund um die Erhebung und Aufbereitung von unverzichtbaren Daten für die Pflege in Deutschland gewürdigt. Dazu zählt die Pflege-Thermometer-Reihe, die wir vor mehr als 15 Jahren gemeinsam ersonnen und auf den Weg gebracht haben. Zurzeit sind wir in Vorbereitung auf die neunte, repräsentative Studie. Und dann hat Isfort maßgeblich die Landesberichterstattung Gesundheitsfachberufe NRW neu aufgestellt. Seit mehr als fünf Jahren schenkt das Land uns das Vertrauen beim Erhebung und Zusammenstellen von wichtigsten Steuerungsdaten für die Gesundheitsfachberufe in NRW. Und, was noch wichtiger ist: Isfort ist ein unheimlich angenehmer Zeitgenosse. Wir teilen uns ein Büro und es macht immer noch Spaß, mit ihm zusammen zu arbeiten!!!
(auf dem Bild von l.n.r. Prof. Dr. Friedericke zu Sayn-Wittgenstein, die die Laudatio hielt, Prof. Dr. Michael Isfort, Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates)

25.02.2017: Nachruf auf meinen Kollegen und Freund Heribert W. Gärtner

 

Am 24. Januar 2017 ist im Alter von 61 Jahren mein lieber, langjähriger Kollege und Freund, Prof. Dr. Heribert W. Gärtner ganz plötzlich von uns gegangen. Er hat meine beruflichen Wege seit Mitte der 90er Jahre ganz maßgeblich mitgeprägt. Als Gründungsdekan des Fachbereichs Gesundheitswesen der Katholischen Hochschule NRW in Köln war er bei meiner Berufung auf die Professur Pflegewissenschaft verantwortlich. Gemeinsam haben wir das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) zum Ende der 90er Jahre auf den Weg gebracht. Und ohne ihn hätten wir in Vallendar (bei Koblenz) nicht die Pflegewissenschaftliche Fakultät aufbauen können.

 

Ich bin erschüttert über diesen unfassbaren Verlust und sehr traurig, dass wir einen klugen und warmherzigen Menschen aus unserer Mitte verloren haben. Ich werde ihn immer in guter und lebendiger Erinnerung behalten.

 

Vom DIP aus haben wir einen Nachruf veröffentlicht, an den ich mich hier anschließe.

R.i.P. lieber Heri!

Nachruf
Nachruf-Heribert_Gärtner-170131-DIP.pdf
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02.01.2017: Dauerbaustelle Pflege: Nach der Reform ist vor der Reform!

Neues Jahr - alte Probleme?! In einem Gastbeitrag für den in Mannheim erscheinenden Mannheimer Morgen (MaMo) habe ich mich in der Silvesterausgabe mit der Reformthematik zur Pflege auseinandergesetzt. Alleine in dieser Legislatur hat es drei Reformen des Pflegeversicherungsgesetzes gegeben mit allerhand Leistungsausweitungen für Versicherte und Betroffene. Schön und gut! Aber, wenn man auf die Seite der Leistungserbringer schaut, insbesondere auf die Seite der professionellen Pflege, dann stottert der Reformbetrieb der Bundesregierung gewaltig. Wer soll denn bitteschön die bisherigen und zusätzlichen Leistungen in der Pflege zukünftig erbringen? 

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Videobotschaft vor dem vierten Advent den Krankenschwestern und Altenpflegern Respekt gezollt und die unangemessene Vergütung kritisiert. Bundespräsident Joachim Gauck hat in seiner Weihnachtsansprache als erstes den Krankenschwestern gedankt und auf die "mäßige" Vergütung hingewiesen.

 

Für Merkel wäre es ganz einfach, die überfällige Pflegeausbildungsreform mit ihrer CDU endlich zu verabschieden. Das wäre mal ein spürbarer Beitrag zur Angleichung der Beschäftigungsbedingungen innerhalb der Pflege. Mehr dazu lesen Sie hier in meinem Gastbeitrag im MaMo link

26.10.2016: Kaminabend der Healthregion Cologne/ Bonn (HRCB) mit Gesundheitsminister Hermann Gröhe in Neuss

Am 26.10.2016 fand in Neuss ein Kaminabend mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zum Thema "Digitalisierung und Integration als Strategie für die Sicherstellung der medizischen und pflegerischen Versorgung in strukturschwachen Regionen" statt. U.a. hielt der Gesundheitsminister einen Impulsvortrag, in dem er auf die Chancen und Notwendigkeiten der Digitalisierung in der gesundheitlichen Versorgung einging und dabei noch einmal das System der starken Arztorientierung im bundesdeutschen Gesundheitswesen herausstrich.

In der anschließenden Podiumsdiskussion konnte ich eine Lanze für die Pflege brechen, denn wenn es um Digitalisierung und neue Informations- und Kommunikationstechnologien geht, wird in Deutschland die Pflege immer noch gerne vergessen. Man traut ihr hierzulande viel weniger zu, als etwa bei unseren skandinavischen Nachbarn, im angelsächsichen Raum oder auch bei den Niederländern nebenan. Wenn man aber zu wirklich interdisziplinären und sektorenübergreifenden Ansätzen kommen will, dann muss man selbstverständlich die Pflege einbinden. Da muss die Pflege in gematik und Telematik genaus selbstverständlich eingebunden sein, wie Zugänge zur elektronischen Gesundheitskarte haben.

Ich habe verdeutlicht, dass der Pflegestandort Deutschland so lange nicht konkurrenzfähig in der Welt ist, wie man weiterhin die Pflege bei technologischen Innovationen vergisst. Es war eine insgesamt gute und kritische Veranstaltung, in der auch mein Statement Platz und Gehör gefunden hat.

Fotos: https://de-de.facebook.com/groehe

24.09.2016: Projektabschluss Alter und Trauma

 

 

 

 

Die abgebildeten Personen (von rechts nach links): Dr. Gabriele Frick-Baer / Institut für soziale Innovationen ISI; (dahinter) Prof. Dr. Frank Weidner, Dt. Institut für angewandte Pflegeforschung DIP; Thomas Volkening, PariSozial Minden-Lübbecke/Herford; Anke Lesner, Wildwasser Bielefeld; Hartmut Emme von der Ahe, PariSozial Minden-Lübbecke/Herford; Laura Braune, Wildwasser Bielefeld; (hinten) Dr. Udo Baer, Institut für soziale Innovationen ISI; Norbert Killewald, Stiftung Wohlfahrtspflege NRW; Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW; Hermann Zaum, Paritätischer Landesverband NRW; Gitta Alandt, Institut für soziale Innovationen ISI.

Foto: Ulrike Erdmann

Im September ist ein außergewöhnliches Projekt zu Ende gegangen, in dem über drei Jahre zum Thema „Alter und Trauma“ gearbeitet wurde. Vier Organisationen haben sich dazu zusammengetan und  Hilfen für traumatisierte Ältere, deren Angehörige und Pflegekräfte erprobt. Beteiligt waren drei Praxisorganisationen in Duisburg, Bielefeld und Minden. Ich habe mit meinem Team im DIP das Projekt wissenschaftlich begleitet. Gefördert wurde es von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW sowie vom MGEPA NRW.

 

 

 

 

 

 

 

Vielfältige Ansätze haben wir erprobt, darunter den Aufbau regionaler Netzwerke, Gruppen- und Einzelangebote, Konzepte für die Altenhilfe, Erzählcafés, Unterrichtsmaterialien für die Pflegeausbildung und Beratungsangebote online. Zielgruppen waren vor allem ältere Menschen mit traumatischen Erfahrungen wegen Kriegen, Vertreibung oder sexualisierter Gewalt.

 

Bemerkenswert ist, dass diese hier erprobten Konzepte der "Alterstraumatologie" so ganz anders daher kommen als diejenigen in der Medizin oder der Krankenpflege. In letzteren wird unter Alterstraumatologie eine Teildisziplin der Notfallmedizin und Unfallchirurgie verstanden. Es wäre so wichtig, beide Perspektiven zusammenzuführen. Auch diese Erkenntnis spricht für Generalistik!

 

Die Ergebnisse des Verbundprojektes sind gut dokumentiert und über die Seiten des DIP kostenlos downzuloaden (link). Wer sie als Buch nutzen möchte, kann den Abschlussbericht beim Mabuse Verlag bestellen (link zum Mabuse-Verlag).

Vormerken: 21.10.2016  - 10 Jahre Pflegewissenschaftliche Fakultät

Wie doch die Zeit vergeht! Vor zehn Jahren haben wir den Lehrbetrieb in Vallendar bei Koblenz als erste universitäre Fakultät für Pflegewissenschaft im deutschsprachigen Raum mit 25 Studierenden im forschungsorientierten Masterstudiengang Pflegewissenschaft aufgenommen. Heute haben wir rund 300 Studienplätze in zwei Bachelor- und zwei Masterstudiengängen (Praxis, Wissenschaft und Lehramt) und in unserem einmaligen Promotionsprogramm. Rund 25 unserer Absolventinnen und Absolventen haben ihren Doktor der Pflegewissenschaft bei uns gemacht. Mehr als die Hälfte von ihnen lehrt und forscht nun selbst an Hochschulen und Instituten in Deutschland und darüber hinaus. Das ist eine ganz tolle Erfolgsgeschichte, die wir in diesem Jahr mit vielen Kolleginnen und Kollgen, Förderern, Politikerinnen und Politikern, Freundinnen und Freunden sowie ehemaligen Studierenden und vielen weiteren Interssierten gefeiert haben.

 

Am 21. Oktober 2016 fand dazu in unserer Universität im Grünen eine Jubliäumsfachtagung statt.

 

Alle weiteren Infos, Programm und Bilder dazu unter link 

30.05.2016: Anhörung im Bundestag zur generalistischen Pflegeausbildung: "Alles spricht für die Generalistik"

Voller Saal und viel Interesse bei der Anhörung zur Pflegeberufegesetzreform

Am 30.5.2016 fand die mit Spannung erwartete Anhörung zur Pflegeberufegesetzreform in den Bundstagsausschüssen Gesundheit und Familie in Berlin statt. Insgesamt waren 60 (!) Verbände geladen, was darauf hindeutet, dass in Sachen Weiterentwicklung der Pflege immer noch sehr, sehr viele Organisationen und Verbände mitreden dürfen. U.a. war die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände und der Deutsche Städtetag e.V. dabei, die sich ja bislang in Fragen der Pflegeausbildung nicht besonders hervorgetan haben. Ich war einer von sieben geladenen Einzelsachverständigen und habe auf der Grundlage der vorhandenen Erkenntnisse und Erfahrungen in der (internationalen) Pflegewissenschaft deutlich gemacht, dass heute alles für die Generalistik spricht. Dies wurde vor allem von Vertreterinnen und Vertretern von Pflegebildungseinrichtungen, dem Deutschen Pflegerat und Pflegeverbänden, aber auch zahlreichen Dachverbänden wie Caritas und Diakonie unterstützt. Eine integrierte Pflegeausbildung, wie von der Opposition und von ver.di favorisiert, wird nicht den notwendigen Schub bringen, den die Pflege jetzt seitens der Qualifikation braucht. Fragen stellen sich vor allem noch zur Finanzierung der Gesetzesreform. Der nächste Schritt im Gesetzgebungsverfahren sind die zweite und dritte Lesung im Bundestag, wobei noch offen ist, ob sie noch vor oder nach der Sommerpause stattfinden werden. Und dann steht auch noch die Abstimmung im Bundesrat an. Es ist also noch weitere Überzeugungsarbeit zu leisten!

Die dreistündige Anhörung steht in der Mediathek des Bundestags online bereit link

Anhörung zur generalistischen Pflegeausbildung: Frank Weidner liefert Argumente pro Generalistik

Hier finden Sie meine schriftliche Stellungnahme:

Stellungnahme vom Einelsachverständigen Prof. Weidner zum PflBRefG
18_14_0174(32)_ESV Prof. Dr. Frank Weidn[...]
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10.05.2016: Großveranstaltung des DBfK Südost in Erlangen - Vortrag zur Pflegekammer

Am 10.5.2016 hat der DBfK Süd-Ost eine Großveranstaltung mit mehr als 500 Pflegenden und Auszubildenden in Erlangen veranstaltet. Hintergrund war natürlich der internationale Tag der Pflege. Unter dem Motto "Professionelle Pflege in Bewegung" wurde über aktuelle Themen der Pflegepolitik und weiterer Fachthemen informiert. Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, war eigens angereist, um die Kongressteilnehmer über die aktuellen Entwicklungen in der Gesundheitspolitik in Kenntnis zu setzen. Gertrud Stöcker, Vizepräsidentin des DBfK, ging auf die neue Pflegeausbidlung in Deutschland ein. Zu guter Letzt war es mein Part, zum Thema "Auch Bayern braucht die Pflegekammer" zu sprechen. Und wie es die Bayern so gewohnt sind, wurde es zünftig! Ich habe klar dargelegt, was ich von dem Vorschlag und Vorgehen der Staatsministerin für Gesundheit in Bayern, Melanie Huml (CSU), und ihrem sehr merkwürdigen Weg der sogenannten Interessensvertretung der Pflege ("Pflegering") halte: "Nix!". Mein Vortrag ist mit reichlich Applaus aufgenommen worden. Ich habe den Eindruck, dass die Pflege in Bayern sehr genau weiß, was sie in dieser Sache will, und was nicht! Die Präsentation zu meinen Vortrag findet sich weiter unten. Weitere Infos zum "Tag der Pflegenden in Erlangen" finden sich hier

Präsentation zu meinem Vortrag vom 10.5. 2016 in Erlangen
Weidner-DBfK-TdP-160510-2öff.pdf
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16.3.2016: Vortrag auf dem Deutschen Pflegetag 2016 in Berlin - Krankenhausfinanzierung: Pflege hat verloren!

 

 

Im Jahr 2004 wurde die Krankenhausfinanzierung in Deutschland grundsätzlich umgestellt. Seither gelten diagnosebezogene Fallpauschalen, d.h. Krankenhäuser bekommen heute pro Diagnose und Fall ein definiertes Entgelt. Vor dem Hintergrund dieses sogenannten DRG-Systems hat eine massive Verschiebung beim Personal und den Kosten insbesondere von der Krankenhauspflege auf die Ärzteschaft stattgefunden. Auf diesen Missstand hat Prof. Frank Weidner, Leiter des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip), auf dem Deutschen Pflegetag 2016 in Berlin in einem Vortrag hingewiesen.


Demnach hat es in den zehn Jahren von 2004 bis 2014 in den verbliebenen rund 1.640 allgemeinen Krankenhäusern (- 10%) einen Zuwachs von rund 31.500 Vollzeitstellen für Ärzte gegeben (+ 28%). Bei der Pflege betrug der Anstieg lediglich 6.400 Vollzeitstellen (+ 2,3%), wobei es in den Jahren zuvor bereits einen mas-siven Stellenabbau in der Pflege um mehrere zehntausend Stellen gegeben hatte. Die Personalkosten pro vollzeitbeschäftigten Arzt sind seit 2004 um 32.300,- Euro (+ 38%) gestiegen. Bei der Pflege sind sie lediglich um 7.700,- Euro pro Vollzeitkraft (+ 17%) gestiegen. Bezieht man die Inflationsrate für den Zeitraum in die Betrachtung mit ein (+ 19%), sind die Personalkosten in der Pflege sogar gesunken.

Pressemitteilung zur Entwicklung der Krankenhauspflege vom 16.3.2016
PM-dip-Krankenhauspflege-160316.pdf
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Präsentation des Vortrags auf dem Deutschen Pflegetag 2016 in Berlin
Weidner_Deutscher_Pflegetag_2016-öff-2.p[...]
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Grafiken zur Pressemitteilung
Weidner_Deutscher_Pflegetag_2016-Grafike[...]
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10.-12.3.2016: Auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Deutsche Pflegetag 2016 war eine furiose Veranstaltung und die Pflegewissenschaftliche Fakultät der PTHV war erstmals mit einem Infostand dabei. In den drei Tagen war viel los und wir haben viel Nachfrage erhalten. Sicherlich sind wir im nächsten Jahr wieder mit von der Partie.

23.02.2016: Gute Gründe von Diakonie/ Caritas für Generalistik jetzt!

"Der Fachkräftemangel in der Pflege ist eine große Herausforderungen unseres Gesundheitssystems. Die Weiterentwicklung der getrennten Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege hin zu einer einheitlichen Pflegeberufsausbildung ist darauf die richtige Antwort. Denn bereits heute sind in Pflegeeinrichtungen vertiefte medizinisch-pflegerische Kenntnisse für eine komplexe Behandlungspflege erforderlich. Zugleich steigt in den Krankenhäusern der Anteil pflegebedürftiger und demenziell erkrankter Patientinnen und Patienten stark an. Nur eine breit ausgerichtete Ausbildung qualifziert zur Pflege von Menscher aller Altersphasen und Lebenssituationen - egal in welchen Versorgungsbereiche"

 

Möchten Sie diesen Text weiterlesen und die ausführlichen Argumente für eine generalistische Pflegeausbildung jetzt kennenlernen? Dann klicken Sie die pdf an:

Gute Gründe für die generalistische Pflegeausbildung von Diakonie und Caritas
2016-02-12 Policy-Papier_fin-DCV-Diakoni[...]
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15.02.2016: Generalistische Pflegeausbildung - Auf Kurs bleiben!

Dazu ein aktuelles Kurzinterview im Deutschen Ärzteblatt. Hier der link

02.02.2016: Studie vorgelegt: Familienpflege unterstützt vielfältig - Anerkennung fehlt - Finanzierung ist unsicher

Übergabe der Statusanalyse zur Familienpflege am 28.1.2016 in Trier.

Wir haben vom DIP aus (Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.)  im Auftrag der Caritas-Arbeitsgemeinschaft der Sozialstationen Rheinland-Pfalz und im Saarland jüngst eine Studie zur Familienpflege durchgeführt und vorgelegt. In die Untersuchung einbezogen waren zehn Familienpflegedienste in der Trägerschaft von Caritasverbänden. Diese hatten alleine im Jahr 2014 rund 340 Familien in Krisen begleitet, in denen mehr als 800 (!) Kinder lebten.  Die Ergebnisse zeigen, dass Notsituationen mit Unterstützung der Familienpflege bewältigt und Ressourcen der Familien nachhaltig gestärkt werden können. Unsere Analyse konnte eindrucksvoll belegen, dass das Leistungsspektrum der Familienpflege vielfältig ist. Leider wird ihre Bedeutung (wie bei anderen sozialen und pflegerischen Handlungsfeldern auch) gesellschaftlich nicht genügend gewürdigt. Vor allen Dingen ist die Finanzierung nicht gesichert.

Daher haben sich bereits etliche Anbieter von Dienstleistungen der Familienpflege in den vergangenen Jahren in Deutschland vom Markt verabschiedet. Die Caritas-Arbeitsgemeinschaft der Sozialstationen Rheinland-Pfalz und Saarland will aber weitermachen und setzt auch auf die Überzeugungskraft dieser Studie. Anlässe für Familienpflege sind vor allem gesundheitsbedingte Einschränkungen, Risikoschwangerschaften oder Überforderungssituationen von Müttern. Beeindruckend für mich waren übereinstimmende Aussagen von befragten Familien: "Ohne die Familienpflege wäre die Krise schlimmer, die Krankheit langwieriger und die Versorgung der Kinder deutlich schlechter gewesen und damit die Auswirkungen auf das Familiensystem schwerwiegender, wenn nicht existenziell deutlich bedrohlicher gewesen!"

Mehr Infos gibt es über diesen link

Die Studie gibt es hier

25.01.2016: "Tag der Pflege in Rheinland-Pfalz": Zwei innovative Projekte - Pflegekammer und Gemeindeschwesterplus

Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim Festakt zur Errichtung der Pflegekammer (Quelle: Mediathek msagd.rlp.de)

Der 25.1.2016 ist ein historischer Tag für die Pflege in Rheinland-Pfalz und in Deutschland. Die erste Landespflegekammer in Deutschland ist errichtet! Beim Festakt in Mainz herrschte unter den Gästen - darunter auch die 81 gewählten Vertreterinnen und Vertreter - nahezu eine euphorische Aufbruchsstimmung. Es gab standing ovations für die Ministerpräsidentin, die maßgeblich vor einigen Jahren noch als Sozial- und Gesundheitsministerin die politischen Weichen gestellt hatte. "Die Pflege hat damit alle Chancen, auf Augenhöhe mit den anderen Heilberufen auf Augenhöhe im Gesundheitswesen mitzuwirken", sagte die Ministerpräsidentin. Neben der Staatsministerin Bätzing-Lichtenthäler hielt auch der Vorsitzende des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus eine Rede.

Auf der Bühne stehen viele Mitwirkende, die in den letzten Jahren am Aufbau der ersten Landespflegekammer mitgewirkt haben (Quelle: Mediathek msagd.rlp.de)
Besuch bei den Gemeindeschwesternplus - vorne (2.v.l.) MP Malu Dreyer und SM Bätzing-Lichtenthäler (3.v.l.)(Quelle: Mediathek msagd.rlp.de)

Am Nachmittag des 25.01.2016 besuchten dann Ministerpräsidentin Malu-Dreyer und Staatsministerin Bätzing-Lichtenthäler das Projekt Gemeindeschwesterplus in den Räumen der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) in der Nähe von Koblenz. Das Projekt wird seit Mitte 2015  vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) unter meiner Leitung wissenschaftlich begleitet.

Es handelt sich dabei um ein Vorhaben, in dem in sieben Modellregionen des Landes Gemeindeschwesterplus (Pflegefachkräfte) eingesetzt werden, um hochbetagte Menschen in ihrer Häuslichkeit - sofern sie es wünschen - aufsuchen, sich um sie kümmern und sie präventiv mit Blick auf den Erhalt der Selbständigkeit beraten. Insgesamt wurden 17 Gemeindeschwesternplus angestellt, die vom dip auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Mehr Informationen unter diesem link.

 

16.01.2016: Generalistik in der Pflege kommt voran!

In dieser Woche hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur neuen Pflegeausbildung gebilligt. Damit sind wir einen Schritt weiter auf dem Weg zur gemeinsamen Pflegeausbildung. Nun kommt die eigentliche Bewährungsprobe, wenn der Bundestag den Entwurf debattiert und darüber abstimmt. Die Presseschau aus dieser Woche hat gezeigt, dass es noch viele Fragen, Vorbehalte und Sorgen gibt. Etliche Fragen kann man vor dem Hintergrund der bisherigen Entwicklungen bereits beantworten. Sorgen von Berufsangehörigen über Identitäsverluste muss man aufgreifen und Überzeugungsarbeit leisten. Vorbehalte könnte man in einer umfassenden Begleitforschung während der Umsetzung des Gesetzes untersuchen und beantworten. Auf jeden Fall sollte die Regierung aber das Gesamtvorhaben generalistische Pflegeausbildung weiterverfolgen und sich von diesem Weg nicht mehr abbringen lassen. Ich habe bereits vor einigen Wochen über das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. eine Pressemitteilung verbreiten lassen, in der wir uns klar für dieses auf Zukunft angelegte Vorhaben aussprechen. Die entsprechende Pressemitteilung können Sie hier lesen. Auch finden Sie hier noch einmal den Reader, den der DBfK im vergangenen Jahr zusammengestellt hat mit vielen Argumenten, warum der Weg der Generalistik ohne Alternative ist.

PM-dip-Pflegeberufsgesetz-151207.pdf
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27.11.2015: Was hat die PTHV mit Hogwarts zu tun? Der neue Imagefilm der Universität für Theologie und Pflegewissenschaft gibt Antworten!

Was bietet die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV), die immer noch die einzige Universität im deutschsprachigen Raum ist, die eine Pflegewissenschaftliche Fakultät beheimatet? Machen Sie sich doch selbst ein Bild von einem der außergewöhnlichsten Studienorte in Deutschland. Klicken Sie auf diesen Link und lassen Sie sich 6 Minuten lang einfangen von einem "magischen" Ort, wie es im Film heißt. www.pthv.de

06.11.2015: 15 Jahre DIP! Was für eine Geschichte!

Im Rahmen der gestrigen Verwaltungsratssitzung und Mitgliederversammlung des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln wurde die Entwicklung und Arbeit des Instituts seit seiner Gründung im Jahr 2000 gewürdigt. Wir hätten damals, als wir Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erste Überlegungen zum gemeinnützigen dip anstellten, nie an eine solche Erfolgsstory gedacht. Mittlerweile haben meine geschätzten Kollegin Prof. Gertrud Hundenborn und mein Kollege Prof. Michael Isfort im Vorstand sowie die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den vergangenen Jahren im Institut beschäftigt waren und sind, mehr als einhundert Projekte im Volumen von mehr als 11 Mio. Euro eingeworben und bearbeitet. Darunter befinden sich die bundeweit bekannte, repräsentative Studienreihe "Pflege-Thermometer", das für die Generalistik grundlegende große Modellprojekt "Pflegeausbildung in Bewegung" (2004 bis 2008) oder auch die Projekte im Forschungsnetzwerk Pflegeprävention, die wir mit zahlreichen Kommunen in Deutschland umsetzen. Und alles muss ohne eine staatliche oder sonstige finanzielle oder materielle Grundaustattung funktionieren.

Was aber das Wichtigste ist: Es macht uns immer noch Spaß und wir haben immer noch Ziele! So freue ich mich auf die nächsten Jahren und Herausforderungen und danke allen, die in den Jahren mit uns kooperiert, entwickelt, nachgedacht und gemeinsam neue Ideen und Wege für die Pflege in Deutschland ersonnen haben.

Bild: Gebäude in Köln in der Hülchrather Straße, wo das dip bereits seit 2004 seinen Sitz hat.

Hier geht es zur Pressemitteilung: link

und hier geht es zum Institut: link

03.11.2015: Interview im Focus Spezial "Leben im Alter"

 

 

 

 

 

 

Im aktuellen Focus Spezial ist im Beitrag "Muss Heim sein?" ab S. 82 ein Interview eingebettet, das mit mir geführt wurde. "In Deutschland ist es weiterhin dem Zufall überlassen, welche Infrastrukturen man im Alter wohnortnah vorfindet," ist eines der Zitate von mir. Oder auch "Jede Initiative steht und fällt mit einzelnen engagierten Menschen und damit, dass Infrastrukturen, die für Modellprojekte geschaffen werden, nach Ablauf der Projektphase wieder wegbrechen." Neben mir kommen auch mein Kollege Stefan Görres, der unermüdliche Sozialarbeiter Claus Fussek und die Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in dem Heft zu Wort. Ferner gibt es eine ausführliche Übersicht über empfohlene Pflegeheime in Deutschland sowie Beiträge zum Wohnen im Alter und zur Pflegeversicherung.

03.07.2015: Anhörung zur Pflegekammer - Landtag Baden-Württemberg

                                                                                                    Am 3.7.2015 habe ich im Landtag von Baden-Württemberg als Sachverständiger zur Pflegekammer in einern öffentlichen Anhörung der "Enquetekommission Pflege" sprechen dürfen. Ich freue mich sehr, dass man in diesem Bundesland nun auch darüber nachdenkt, die berufliche Selbstverwaltung der Pflegeberufe anzugehen. Insgesamt entwickelte sich in der Anhörung doch ein durchgängig positives Bild zur Kammer mit dem Tenor, dass sie zwar nicht alle Probleme im Pflegebereich lösen wird, aber ohne Pflegekammer kommen wir auch nicht voran. Besonders gefreut hat mich, dass Herr Bernd Schneider, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung, der als Kritiker der Kammer angetreten ist, zum Ende seines Beitrags eingeräumt hat, dass er nicht gegen die Pflegekammer sei, sondern lediglich Fragen habe und skeptisch sei. Wenn die Pflegekammer aber käme, würde er selbstverständlich mit ihr in seiner Funktion zusammenarbeiten. Das ist ein wichtiger Fortschritt in der Debatte um die Errichtung der Landespflegekammer in Baden-Württemberg.

Die Anhörung ist in der Mediathek des Landtags zu finden und dort abrufbar.

Hier ist der link

Und hier sind die Fragen der Enquetekommission und meine schriftliche Stellungnahme dazu als download (die weiteren Stellungnahmen finden Sie auf den Seiten des baden-württembergischen Landtags unter "Enquetekommission")

Leitfragen Pflegekammer_end..pdf
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04.05.2015: Pflegekammer in Rheinland-Pfalz nimmt Fahrt auf

Die Auftaktveranstaltung des Gründungsausschusses der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz für die Region Koblenz, die am Montag, 04.05.2015 in der PTHV in Vallendar stattfand, fand sehr viel Zuspruch. Dazu kamen rund 100 Teilnehmer aus der ganzen Region in die Aula der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV). Darunter waren zahlreiche Pflegefachkräfte aus dem Koblenzer Raum, Beschäftigte und Studierende der Hochschule und weitere Interessierte. Die Veranstaltung stellt den Auftakt für zahlreiche weitere Informationsveranstaltungen in der REgion dar, in der wir für die zeitnahe Registrierung und die ersten Kammerwahlen mobilisieren wollen. Besonders erfreulich war, dass in der Veranstaltung intensiv über die Rahmenbedingungen, Chancen und auch Hürden der Kammerwahl diskutiert worden ist. Mehr Infos finden sich hier

Foto: (v.l.n.r.): Prof. Dr. Hermann Brandenburg, Dekan der Pflegewissenschaft-lichen Fakultät der PTHV; Prof. Dr. Frank Weidner, Lehrstuhl Pflegewissenschaft an der PTHV und Mitglied des Gründungsausschusses, Mieke Schroeder-Jächel, Mitglied des Gründungsausschusses, Manuela Raiß, stellvertretende Geschäftsführerin der Geschäftsstelle des Gründungsausschusses in Mainz und Kerstin Gartig, Mitglied des Gründungsausschusses/ Foto: PTHV

Wenn Sie im Netz diese Montage von mir ggf. im Zusammenhang mit ungerechtfertigter Kritik an der Pflegekammer finden (etwa unter www.pflege-prisma.de) dann ist dies nicht mit mir abgestimmt. Da sich das Bild aber dadurch sehr gut verbreitet hat und die Botschaft für sich spricht, gehe ich nicht gegen den Bilderklau vor!

20.03.2015: Pressekonferenz zur Gemeindeschwester-plus in Mainz

Rheinland-Pfalz legt in der Pflege wieder vor! Anders kann man es nicht sagen, wenn man sich das neue Modellvorhaben der Landesregierung "Gemeindeschwester-plus" anschaut. Ich war eingeladen zur Pressekonferenz, um das Vorhaben aus pflegewissenschaftlicher Sicht zu kommentieren. Und ich kann nur sagen, dass das Projekt, das schon in diesem Sommer starten soll, viele Erkenntnisse und Empfehlungen der Pflegeforschung umsetzen will: Es soll sich um eine aufsuchende, präventive und lebensnahe Beratung für ältere Menschen handeln, die noch nicht pflegebedürftig sind. Das zugrundeliegende Konzept ist das des präventiven Hausbesuchs. Eine Besonderheit: Es sollen ausschließlich Pflegefachpersonen als "Gemeindeschwestern-plus" eingesetzt werden, was ein Novum in Deutschland ist, wenn man sich Projekte der letzten 20 Jahre anschaut. Und es geht darum, die Lücke zwischen Bedarfen und Nachfragen und entsprechenden wohnortnahen Angeboten weiter zu schließen. Dazu sollen die Gemeindeschwestern-plus auch in die regionalen Pflegekonferenzen und die vorhandenen Pflegestrukturplanung eingebunden sein. Ihr Arbeitsplatz ist am Pflegestützpunkt angesiedelt, von denen es in Rheinland-Pfalz bekanntlich flächendeckend 135 gibt.

 

Am Rande noch dies: Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die PK mit den Worten eröffnet, dass die Preisträger des Deutschen Pflegepreises für die Jahre 2013 und 2015 an diesem Tag nebeneinander säßen. Sie freue sich sehr über die Auszeichnung, die ihr in der vergangenen Woche in Berlin vom Deutschen Pflegerat verliehen wurde. Es handele sich auch um eine Würdigung für alle in der Pflege Engagierten in diesem Bundesland. Beide Preisträger trugen zur PK übrigens ihre Fingerringe aus Silber mit eingraviertem Namen und dem Schriftzug "Deutscher Pflegepreis".

 

Mehr Infos hier: Link zur Seite der Landesregierung RLP

PK in Mainz: Ministerpräsidentin Malu Dreyer (Mitte) und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler informieren über das neue Modellvorhaben "Gemeindeschwester-plus". Ich habe es kommentiert (Foto: Pressereferat Landesregierung RLP)

13.1.2015: 20 Jahre Pflegeversicherung - Interview mit WDR

Zum 20jährigen Jubiläum der Pflegeversicherung bin ich heute vom WDR zur Fachkräftesituation in der Pflege interviewt worden. Die Pflegeversicherung hat zum Ziel, die pflegerische Versorgung im Einzelfall sicherzustellen und trägt damit indirekt auch zur Fachkräftesicherung in der Pflege bei. Einzelheiten können im Interview nachgelesen werden.

5.01.2015: Gründungsausschuss der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz nimmt seine Arbeit auf!

Die gesetzlich verankerte Selbstverwaltung der Pflege in Deutschland ist Wirklichkeit! Und zwar in Form des Gründungsausschusses der Landespflegekammer in Rheinland-Pfalz als erstem Bundesland. Weitere werden folgen, da bin ich mir sicher! Und ich freue mich, dass ich als Mitglied des Ausschusses am 5. und 6. Januar 2015 in Mainz dabei sein durfte, als der Gründungsausschuss der Pflegekammer seine Arbeit aufnehmen konnte. (Foto)

 

Gruppenfoto der Mitglieder des Gründungsausschusses mit Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (Mitte) am 5. Januar 2015 in Mainz

Mehr Infos unter www.pflegekammer-rlp.de

17.12.2014: Ein historischer Tag: Der Landtag Rheinland-Pfalz beschließt die Errichtung der Pflegekammer

Am 17.12. 2014 hat der rheinland-pfälzische Landtag einstimmig (!) das neue Heilberufsgesetz verabschiedet. Darin sind auf Augenhöhe mit den Kammern der weitere Heilberufe der Ärzte, der Psychotherapeuten und der Apotheker auch die Errichtung und die Aufgaben der Pflegekammer geregelt. Es handelt sich um die erste Pflegekammer, die in Deutschland ab Anfang 2015 durch den gesetzlich verankerten Gründungsausschuss aufgebaut wird. Die Betonung liegt auf "die erste"! Es ist ein historischer Tag für die pflegerische Versorgung und die Selbstverwaltung der Pflege in Deutschland. Glückwunsch an Rheinland-Pfalz!

Ich habe mit Studierenden des Masterstudiengangs Pflegewissenschaft in Vallendar das Ereignis der Verabschiedung des HeilBG per Internet in der laufenden Lehrveranstaltung zur "Professionalisierung der Pflege" live miterlebt.

13.10.2014: Deutschland braucht Pflegekammern

Die Errichtung von Pflegekammern ist eines der wichtigsten Modernisierungsprojekte der Pflege derzeit in Deutschland. Seitdem mein Institut die Abstimmung zur Pflegekammer in Rheinland-Pfalz mit einer für die Berufsgruppe der Pflege sensationellen Beteiligung von vielen tausend Pflegefachkräften durchgeführt hat, setze ich mich verstärkt für die Verwirklichung der organisierten Selbstverwaltung der Pflege ein. Ich bin davon überzeugt, dass Pflegekammern den Pflegenden eine neue Basis zur Selbstbestimmung und eine Gefühl von Gemeinschaft vermitteln werden, die es so bislang in Deutschland noch nicht gibt. Zugleich werden Pflegekammern dazu beitragen, die Qualität der pflegerischen Versorgung der Bevölkerung mit dem profunden Sachverstand und der Erfahrung der professionellen Pflege zu sichern und zu entwickeln. Der vehemente und unkluge Widerstand gegen diesen Prozess, etwa durch die privaten Arbeitgeberverbände im Pflege- und Sozialwesen zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind! 

Zum Thema "Die erste Pflegekammer kommt" habe ich im September mehrere Vorträge gehalten, u.a. auf der 36. Fortbildung für Pflegende der B.Braun-Stiftung in Kassel vor rund 1.300 Pflegekräften. Diesen Beitrag kann man sich im Internet anschauen.

Hier geht`s zum Vortrag.

26.9.2014: Mitarbeit im neuen Wissenschaftlichen Beirat Demografie in Rheinland-Pfalz

Ich freue mich, dass ich im neu eingerichteten Wissenschaftlichen Beirat Demografie der rheinland-pfälzischen Landesregierung mitwirken darf. Von Ministerpräsidentin Malu Dreyer haben alle Mitglieder des Beirates am 26.9. 2014 ihre Berufungsurkunden erhalten (Bild). An diesem Tag hat auch die erste Sitzung des Demografiekabinetts mit dem Wissenschaftlichen Beirat stattgefunden. Ziele der Zusammenarbeit bestehen sowohl in der Stärkung der interdisziplinären Forschung in Rheinland-Pfalz mit dem Schwerpunkt auf den demografischen Wandel als auch in der gemeinsamen Diskussion von Politik und Wissenschaft zu Herausforderungen und Wegen in der Demografiepolitik .

(Bildrechte: Alexander Sell, Bildergalerie rlp)

Mitglieder des neuen Wissenschaftlichen Beirates Demografie in Rheinland-Pfalz (Bildrechte: Alexander Sell, Bildergalerie rlp)

19.8.2014: Radiointerview zur Lage der Pflege

Der Radiosender SWR2 hat heute anlässlich einer Pressekonferenz des Arbeitgeberverbandes Pflege ein Interview mit mir zur Lage der Pflege und zu den Herausforderungen der Pflegepolitik in Deutschland ausgestrahlt. Darin führe ich aus, dass das Image der Pflege in der Bevölkerung gar nicht so schlecht ist, allerdings müssten die konkreten Rahmen- und Umsetzungsbedingungen in der Ausbildung und der Beschäftigung in der Pflege dringend verbessert werden. Angesichts des demografischen Wandels und des galoppierenden Fachkräftemangels haben wir einen großen Modernisierungsbedarf in der Pflege in Deutschland. Dabei geht es u.a. um die Zusammenführung der Pflegeausbildungen, Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Erhöhung der Vergütungen und Innovationen in der Pflege durch Akademisierung und Forschung. Ziel muss eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit des Pflegesektors national wie international sein. Selbstverständlich stellt auch die Einführung der beruflichen Selbstverwaltung der Pflege in Form von Pflegekammern einen wichtigen Schritt in Richtung Aufwertung der Pflege dar.

Sind Sie neugierig geworden?

 

hier geht's zum Interview

17.4.2014: WDR5 Stadtgespräch zum Thema Pflege im Krankenhaus

Am 15.4. 2014 wurde in Siegen in der Martinikirche das WDR5 Stadtgespräch vor rund 200 Gästen aufgezeichnet. Das Thema lautete "Wie krank sind unsere Krankenhäuser? und stellte vor allen Dingen die Situation der Pflege in den Mittelpunkt. Podiumsteilnehmer waren Sabine Reuter, langjährige Krankschwester in Siegen und Initiatorin der Aktion "Pflege am Boden" in Siegen, Rudolf Henke (CDU), stellv. Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bundestag und Vorsitzender der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Jochen Brink, Präsident der nordrhein-westfälischen Krankenhausgesellschaft und ich. Moderiert haben Judith Schulte-Loh und Klaus Tewes. Die Sendung wurde am Gründonnerstag um 20:05 Uhr bis 21:00 Uhr ausgestrahlt.

Ich finde, es ist mit dieser Sendung gelungen, im wesentlichen beim Thema zu bleiben, was man ja angesichts des Kosmosses, mit dem man es bei der Pflege zu tun hat, nicht selbstverständlich ist. Die Krankenhausfinanzierung mit den DRGs war ein großes Thema. Das andere, zu dem wir immer wieder zurückgefunden haben, war eben das der Pflege, der Personalausstattung, der Ursachen und Folgen des Personalabbaus der vergangenen Jahre.

Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass auch in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern eine unterschiedliche Personalpoltik betrieben wird, wenn es um die Medizin oder die Pflege geht. Von 2002 bis 2012 wurden nämlich mehr als 6.000 Vollzeitstellen für Ärztinnen und Ärtze geschaffen, in der Pflege hingegegen gibt es immer noch 2.000 Vollzeitstellen weniger als 2002.  Zugleich werden heute mehr als 300.000 Patienten mehr versorgt als vor 10 Jahren. Besonders schmerzlich ist, dass von den 2 Mrd. Euro, die die Krankenhäuser in NRW für das Personal in der Patientenversorgung heute mehr ausgeben als 2002 nichts bei der Pflege angekommen ist, aber fast 1,5 Mrd. bei den Ärzten. Das war eine meiner zentralen Fragen: Wie kann man die finanziellen Engpässe beklagen und zugleich eine der Berufsgruppen derart bevorzugen? Das ist angesichts der Notwendigkeit der Zusammenarbeit absolut unvernünftig.

An diese Fehlentwicklung muss man jetzt unbedingt ran! Letztendlich habe ich auch darauf hingewiesen, dass wir aus zahlreichen Studien eine erdrückende Indizienlage habe, die auf den Zusammenhang von Personalmangel und Patientengefährdung hinweisen.

 

Hier geht es zu WDR5

26.9.2013: "Pflegepolitik der letzten Bundesregierung: Das war murks!"

Dem Deutschlandradio habe ich am vergangenen Freitag ein Interview zu den Herausforderungen rund um die Pflege für die neue Bundesregierung gegeben. Dabei habe ich auch mit Kritik an dem, was da in den vergangenen vier Jahren fabriziert wurde, nicht gespart: Z.B. die Familienpflegezeit von Bundesfamilienministerin Schröder oder auch der sog. "Pflege-Bahr", die private Pflegezusatzversicherung. Beides geht an den Bedürfnissen der Menschen und der Wirklichkeit vorbei und beides sind absolute Ladenhüter. Dafür hat die letzte Bundesregierung nahezu alles, was sie in der Pflege sich vorgenommen hatte, einfach aufgeschoben. Die FDP wurde zu Recht für das Versagen abgestraft. Das muss mit der neuen Bundesregierung anders werden! Die Pflege ist ein zentrales Thema, hat mehr Aufmerksamkeit und wirkliche Lösungen verdient!

 

Hier der link zum Radiointerview:

http://www.dradio.de/kultur/sendungen/interview/2266774/

22.8.2013: Als Pflegeexperte in einer ARD Dokumentation

 

Die ARD hat am 21.8.2013 die 45minütige Dokumentation „Der Kandidaten-Check“ zur Bundestagswahl ausgestrahlt. Themenschwerpunkte der Sendung waren die Pflege, Löhne und Familie. Zum Thema Pflege habe ich insbesondere die Politik und die Wahlversprechen von CDU und SPD unter die Lupe genommen. Dabei habe ich betont, dass die Politik weiß, um was es geht und was es bedeutet, an Demenz erkrankte Menschen zu versorgen. Aber der zur Verfügung gestellte Rahmen reicht meines Erachtens überhaupt nicht hin. Die CDU verspricht im neuen Wahlprogramm genau das wieder, was sie vor vier Jahren schon einmal versprochen, aber nicht umgesetzt hat. Es wurde damals versprochen, eine grundlegende Reform zu machen. Die ist aber nicht gemacht worden.

 

Drei ARD-Reporter hatten zuvor Bürger in zwei Städten, Essen und Erfurt, befragt und ermittelten dabei, welche Probleme den Menschen am meisten auf den Nägeln brennen. Aus zehn vorgegebenen Themen entfielen die meisten Stimmen auf das Thema „Familie und Bildung“, gefolgt vom Thema „Arbeit und Löhne“. Bereits an dritter Stelle landete das Thema „Gesundheit und Pflege“. Drei Familien, die jeweils für eines dieser Themen standen, wurde die Gelegenheit gegeben, ihre Forderungen an die Politik direkt zu formulieren. Als Ansprechpartnerinnen standen Bundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) und die stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Manuela Schwesig, zur Verfügung.

 

Den Vorschlag der SPD, den Beitragssatz der Pflegeversicherung um 0,5% anzuheben und die daraus resultierenden jährlich fünf Mrd. Euro Mehreinnahmen für den Einsatz von 125.000 zusätzlichen Fachkräften in der Pflege zu nutzen, habe ich als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet, auch wenn die konkrete Umsetzung noch Fragen aufwerfe.

 

hier geht es zum gesamten Beitrag in der ARD-Mediathek:

http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/der-kandidaten-check?documentId=16708350

11.7.2013: Der Deutsche Pflegepreis 2013 - eine große Ehre für mich!

Am 10.7. 2013 hat der Deutsche Pflegerat (DPR) bekannt gegeben, dass mir in diesem Jahr der Deutsche Pflegepreis verliehen wird. Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung zumal sie vom Dachverband aller wichtigen bundesdeutschen Pflegeverbände stammt. Der DPR würdigt mit der Verleihung dieses renommierten Preises an mich die Aufbauarbeit, die ich in den letzten Jahren mit dem dip und der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV habe leisten dürfen und können. Das aber war nur möglich aufgrund vielfacher Unterstützung und Mitarbeit von Menschen, denen es wie mir auch um eine zeitgemäße Innovation, Fundierung und Neuausrichtung der Pflege in Deutschland geht. Insofern verstehe ich diese Ehrung ausdrücklich auch als Antrieb für meine und unsere weitere Arbeit. Der Preis wird mir am 15.9. im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum 3-Länderkongress in Konstanz verliehen.

 

Ich danke allen, die mir in den vergangenen Jahren, jetzt und auch in Zukunft das für diese Arbeit notwendige Vertrauen geschenkt haben und - so hoffe ich - auch weiterhin schenken werden!

 

Mehr dazu finden Sie hier in den beiden Pressemitteilungen des DPR und der PTHV/ dip:

Pressemitteilung des DPR vom 10.7.2013
DPR_PM_Deutscher Pflegepreis_130710.pdf
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Pressemitteilung der PTHV und des dip vom 11.7.2013
PM-PTHV-dip-Deutscher_Pflegepreis_2013-1[...]
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1.7.2013: Portrait eines "Gründertyps"

Ein "Gründertyp" unterwegs

Die meistgelesene Fachzeitschrift im Pflegewesen, Die Schwester/ Der Pfleger, hat im Juli 2013 in ihrer Rubrik "Zu guter Letzt" ein kurzes, persönliches Interview mit mir abgedruckt und mir den Titel "Gründertyp" zugeschrieben.

 

"Für die Pflegewissenschaft hat Prof. Dr. Frank Weidner gleich zwei innovative Organisationen entwickelt und aufge-baut. Er ist Gründungsdirektor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e. V. (dip) in Köln, das seit 2000 einen immensen wissenschaft-lichen Beitrag für die berufliche Pflege in Deutschland leistet. Als Gründungsdekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV bei Koblenz)...."

Kurzinterview mit mir im Juli 2013 in der Fachzeitschrift: Die Schwester/ Der Pfleger
Portrait-Weidner-DSDP-2013.pdf
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© Prof. Dr. Frank Weidner